1. Bundesliga Nord & Süd Frauen

Foto: Lars Neumann

1. Bundesliga Nord, Frauen – Durchwachsene Bedingungen in Hagen und Kellinghusen

Während die Mannschaften in Hagen mit schwierigen Platzverhältnissen zu kämpfen hatten, konnten in Kellinghusen die Favoriten zuschlagen. Sportlich gesehen fuhren sowohl Hagen als auch Wangersen ihre ersten Punkte ein, während sich Ahlhorn durch starke Leistung weiter an der Tabellenspitze festsetzt. 

TSV Hagen 1860 – TV Brettorf 1:3 (12:14, 11:8, 6:11, 9:11); TSV Hagen 1860 – MTV Wangersen 3:0 (11:9,13:11,12:10); TV Brettorf – MTV Wangersen 2:3 (11:8, 11:8, 6:11, 4:11,6:11)

Die äußeren Bedingungen stellten die Mannschaften am Spieltag vor besondere Herausforderungen. Nach anhaltendem Regen war der Rasen stark aufgeweicht, teilweise standen sogar Wasserlachen auf dem Spielfeld. Entsprechend waren präzises Zuspiel und sichere Ballkontrolle nur eingeschränkt möglich, sodass die Angaben in vielen Phasen eine entscheidende Rolle spielten. Im ersten Spiel des Tages begegneten sich Hagen und Brettorf zunächst auf Augenhöhe. Auf dem nassen Untergrund entwickelte sich im Spiel des Aufsteigerinnen aus Hagen zunächst eine ausgeglichene Partie, die vor allem durch starke Angaben geprägt war. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 zeigte Brettorf jedoch seine Erfahrung und überzeugte insbesondere mit einer stabilen Defensivleistung. Hagen hielt über weite Strecken gut mit, konnte in den entscheidenden Situationen jedoch nicht die nötigen Punkte erzielen. Obwohl Pia Neuefeind auf Brettorfer Seite nicht zum Einsatz kam, agierte der Brettorfer Angriff im weiteren Spielverlauf zunehmend konsequenter. Insgesamt präsentierte sich Brettorf auf allen Positionen als geschlossene Einheit und setzte die wenigen Vorteile konsequent um. So stand am Ende ein knapper, aber verdienter 3:1-Erfolg für Brettorf.

Im zweiten Spiel traf Hagen auf den MTV Wangersen und zeigte dabei eine konstant starke Mannschaftsleistung. Besonders die Angaben bereiteten Wangersen große Probleme. In allen drei Sätzen hatte der MTV Wangersen Schwierigkeiten, einen geordneten Spielaufbau zu entwickeln und eigene Angriffe erfolgreich vorzubereiten. Obwohl die Satzergebnisse teilweise knapp ausfielen, kamen auf beiden Seiten nur wenige längere und sehenswerte Ballwechsel zustande. Hagen spielte insgesamt konzentrierter und sicherte sich mit dem verdienten 3:0-Erfolg die ersten beiden Punkte der laufenden Saison.

Zum Abschluss des Spieltages lieferten sich Wangersen und Brettorf ein hart umkämpftes Duell. Nach einer personellen Umstellung auf Seiten des MTV zeigte sich Wangersen deutlich verbessert und fand wesentlich besser ins Spiel als noch in der vorherigen Begegnung. Vor allem das Zusammenspiel funktionierte nun deutlich flüssiger. Zunächst gingen die ersten beiden Sätze jedoch knapp an Brettorf, während Wangersen erneut etwas Zeit benötigte, um seinen Rhythmus zu finden. Mit zunehmender Spieldauer und trockener werdendem Rasen entwickelte sich die Partie zu einem echten Kampfspiel mit immer attraktiveren Ballwechseln. Besonders der Angriff aus Wangersen stellte die Brettorfer Abwehr vor große Herausforderungen. Bis in den vierten Satz hinein begegneten sich beide Teams mit großem kämpferischem Einsatz. Wangersen profitierte schließlich von einer steigenden Eigenfehlerquote und fand dadurch vollständig ins Spiel. Mit zunehmendem Selbstvertrauen übernahm der MTV die Kontrolle und konnte das Spiel drehen. Am Ende stand ein umkämpfter 3:2-Erfolg und damit die ersten Punkte sowie der erste Saisonsieg für Wangersen.

VFL Kellinghusen – TuS Wakendorf 3:0 (11:8,11:9,11:7); VFL Kellinghusen – Ahlhorner SV 0:3 (6:11,14:15,11:13); TuS Wakendorf –  Ahlhorner SV 1:3 (11:9, 9:11, 9:11, 4:11)

Im ersten Spiel des Tages kam es zum Duell der beiden Schleswig-Holsteinerinnen.Bei böigem kalten Wetter ging der VfL Kellinghusen als Favorit in die Partie und wurde dieser Rolle von Beginn an gerecht. Zwar hielt der TSV Wakendorf phasenweise gut mit und zeigte eine engagierte Leistung, doch über alle drei Sätze hinweg dominierte die Heimmannschaft das Geschehen. Vor allem Jacqueline Böhmker prägte das Spiel des VfL und setzte immer wieder entscheidende Akzente. Kellinghusen kontrollierte die Begegnung in allen Spielphasen und ließ Wakendorf nur wenige Möglichkeiten, selbst Druck aufzubauen. Am Ende stand ein klarer und verdienter 3:0-Erfolg für den VfL Kellinghusen. 

Im zweiten Spiel traf die Heimmannschaft auf den Ahlhorner SV. Auch gegen den Deutschen Meister 2025 präsentierte sich Kellinghusen in starker Form, konnte aber das hohe Tempo des Deutschen Meisters nicht mitgehen. Der ASV bestimmte das Spielgeschehen über weite Strecken. Mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung und druckvollen Aktionen gelang es den Ahlhornerinnen, den Gegner immer wieder unter Druck zu setzen. Das Spiel ging zwar mit 3:0 klar an den ASV, dennoch hatte der VfL durchaus Chancen auf Satzgewinne. 

Zum Abschluss des Tages traf Wakendorf auf den Ahlhorner SV. Gegen den Deutschen Meister hatte der TSV über weite Strecken nur wenig entgegenzusetzen. Lediglich im ersten Satz gelang Wakendorf eine kleine Überraschung und die Mannschaft konnte diesen für sich entscheiden. Anschließend übernahm Ahlhorn jedoch zunehmend die Kontrolle über die Partie. Mit seiner Erfahrung und spielerischen Qualität setzte sich der ASV in den folgenden Sätzen durch und ließ Wakendorf nur noch wenige Möglichkeiten. Am Ende stand ein verdienter 3:1-Erfolg für den Ahlhorner SV.

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1. Bundesliga Süd, Frauen – Dennach weiter ohne Niederlage, Oberndorf sieglos

Der TV Segnitz ist wieder halbwegs in der Spur. Mit drei Siegen, aber auch einer weiteren 0:3-Niederlage gegen den souveränen Tabellen-Primus TSV Dennach (20:0 Punkte) haben sich die Fränkinnen (12:8 Zähler) am TSV Calw (10:2) vorbei auf Platz 2 geschoben. Die diesmal spielfreien Schwäbinnen haben allerdings vier Spiele weniger auf ihrem Konto. In Lauerstellung liegt der TSV Pfungstadt (8:4). Unterdessen wird es für den TV SW-Oberndorf (0:12) nach erneut zwei Niederlagen langsam eng am Tabellenende.

TV Segnitz – SV Energie Görlitz 3:0 (11:6, 12:10, 11:9); Görlitz – TSV Dennach 0:3 (9:11, 5:11, 8:11); Segnitz – Dennach 0:3 (7:11, 9:11, 6:11)

Drei Spiele, neun Sätze – das Publikum am Sportplatz in Segnitz bekam nicht wirklich Spannendes geboten am Samstag. Der SV Energie Görlitz diente, wie erwartet, als Punktelieferant, präsentierte sich allerdings gegen die beiden favorisierten Gegner-Teams als unbequem. Auch das Spitzenspiel des Tages endete mit einem klaren 3:0. Der TV Segnitz konnte seinen Heimvorteil auch mit zwei Wechseln in der Aufstellung gegen die Pink Ladies aus Dennach nicht verwerten. Die Gäste, ohne die Nationalspielerin Maya Mehle angereist, ließen sich nicht aus der Reserve locken und setzten ihre glanzvolle Serie fort. Auch mit Blick auf das Satzverhältnis (30:2) ist den Enztälerinnen Platz 1 im Bundesliga-Süden praktisch nicht mehr zu nehmen.

TV SW-Oberndorf – TV Unterhaugstett 1:3 (7:11, 5:11, 11:9, 7:11); TV Segnitz – SW-Oberndorf 3:1 (11:6, 9:11, 14:12, 11:8); Unterhaugstett – Segnitz 0:3 (10:12, 3:11, 6:11)

Auf dem Schweinfurter Sportplatz war am Sonntag dann schon mehr Spannung geboten. Doch der heimische TV Oberndorf kam zu spät auf Touren und unterlag dem TV Unterhaugstett im Kellerduell der Liga mit 1:3. Der TV Segnitz, ohne Zweitangreiferin Luisa Kaemmer und Abwehr-Ass Antonia Fuchs angereist, hatte mit den Oberndorferinnen um Kapitänin Ursina Sagstetter seine liebe Mühe und musste zur Spielmitte noch einen Zahn zulegen, um den fest eingeplanten Sieg in trockene Tücher zu bringen. Besser machten es Svenja Schröder & Co. dann gegen Unterhaugstett, der nur im ersten Satz gegenhalten konnte.

TV 1880 Käfertal – SV Energie Görlitz 3:0 (11:5, 11:7, 11:4); TSV Pfungstadt – Käfertal 3:1 (8:11, 11:9, 11:8, 13:11); Görlitz – Pfungstadt 0:3 (4:11, 5:11, 6:11)

In Mannheim standen weniger die Partien der Görlitzerinnen im Blickpunkt, die sowohl Käfertal als auch Pfungstadt nach klaren Niederlagen gratulieren mussten, als vielmehr das Duell der Spitzengruppen-Verfolger. Mit Theresa Spadinger als Hauptangreiferin (Stephanie Thomas auf der Bank), gewannen die Hessinnen aus Pfungstadt dieses wichtige Duell. Zunächst sah es jedoch nicht danach aus. Käfertal brachte aus einer sicheren Abwehr heraus seine Schlagfrauen Marie Hodel und Franzi Habitzreither in Stellung und ging in Führung. Doch ab Satz 2 neigte sich in einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel das Pendel zugunsten des TSV Pfungstadt, der am Ende auch die besseren Nerven hatte.

Am nächsten Sonntag wird nur im Bad Liebenzeller Stadtteil Unterhaugstett auf den Ball gedroschen: Der TVU empfängt den TV Käfertal und den TV Stammheim zu einem spannungsgeladenen Triell, in dem jeder jeden schlagen kann und alle jeweils 4:8 Punkte aufweisen.

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