1. BL Frauen – Nord & Süd
1. BL Frauen Nord
(lh) Es geht in der Nordliga in die entscheidende Phase: Bei Sommertemparaturen um die 30 Grad spitzt sich die Lage im Tabellenkeller als auch an der Spitze zu. Während in Hagen eher die Punkte für den Klassenerhalt vergeben wurden, spielten die Mannschaften in Ahlhorn eher um die Punkte für die DM in Bardowick.
Ahlhorner SV – VFL Kellinghusen 3:1 (11:7,9:11,11:5,11:7); Ahlhorner SV – TV Brettorf 3:2 (9:11,11:9,9:11,11:8,11:7); VFL Kellinghusen- TV Brettorf 2:3 (7:11,11:9,8:11,11:7,3:11)
Beim Spieltag in Ahlhorn bekamen die Zuschauer bei sommerlichen Temperaturen hochklassigen Faustballsport geboten. Im ersten Spiel traf der Gastgeber auf den VfL Kellinghusen. Die Schleswig-Holsteinerinnen machten dem ASV das Leben schwer und hielten die Partie lange offen. Vor allem Jordan Nadermann setzte beim ASV immer wieder Akzente. Am Ende zeigte sich Ahlhorn jedoch konsequenter und sicherte sich den Sieg. Im anschließenden Derby zwischen Ahlhorn und Brettorf ging es über die volle Distanz. In einer umkämpften Begegnung schenkten sich beide Teams nichts. Die zahlreichen Zuschauer sahen trotz der heißen Bedingungen spektakuläre Ballwechsel und spannende Satzverläufe. Letztlich hatte der ASV das bessere Ende für sich. Auch das dritte Spiel zwischen Brettorf und Kellinghusen entwickelte sich zu einem echten Marathon-Match. Die Satzgewinne wechselten ständig die Seiten, sodass die Entscheidung erst in der Schlussphase fiel. Dort bewies Brettorf die etwas stärkeren Nerven und setzte sich knapp durch.
Während Ahlhorn und Schneverdingen so gut wie qualifiziert sind, spitzt sich zwei Spieltage vor Saisonende der Kampf um Platz drei weiter zu. Brettorf und Kellinghusen befinden sich in der heißen Phase im direkten Duell um die begehrte Position. Theoretisch kann auch Ohligs noch eingreifen – wie bereits im Vorjahr. Dafür müssten die Solingerinnen allerdings alle verbleibenden Spiele gewinnen und gleichzeitig auf weitere Punktverluste von Brettorf hoffen.
TSV Hagen 1860-TuS Wakendorf 3:0 (11:4,11:8,11:7); TSV Hagen 1860- TV Jahn Schneverdingen 0:3 (6:11,9:11,4:11); TuS Wakendorf- TV Jahn Schneverdingen 1:3 (5:11,12:10,7:11,4:11)
Beim zweiten Spieltag in Hagen wusste die Heimmannschaft zu überzeugen. Im Duell mit Wakendorf präsentierten sich die Schwarz-Gelben konzentriert und sicherten sich einen verdienten Erfolg, der im Kampf um den Klassenerhalt von großer Bedeutung sein könnte. Gegen das favorisierte Team aus Schneverdingen war anschließend sowohl für die Gastgeber als auch für Wakendorf nur wenig zu holen. Das Team von Trainerin Tine Seitz untermauerte eindrucksvoll ihre Favoritenrolle, so dass beide Teams die Punkte an die Gäste aus der Lüneburger Heide abgeben mussten.
Damit richtet sich der Blick im Tabellenkeller auf den direkten Zweikampf zwischen Hagen und Wakendorf. Zwei Spieltage vor dem Saisonende ist im Abstiegskampf noch alles offen. Die etwas bessere Ausgangslage haben allerdings die Hagenerinnen, die aktuell zwei Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz aus Wakendorf besitzen und den Klassenerhalt damit in der eigenen Hand haben.
1. Bundesliga Süd, Frauen: Calw distanziert Pfungstadt
In Schweinfurt und in Stuttgart wurde die krumme Tabelle der 1. Bundesliga Süd geradegerückt: Alle Mannschaften haben nun zwölf Begegnungen absolviert. Die Gewinnerinnen der Hitzeschlachten am Sonntag waren die Spielerinnen aus Unterhaugstett, Käfertal und Calw.
TV SW-Oberndorf – TSV Pfungstadt 0:3 (8:11, 4:11, 13:15); TSV Calw – TV SW-Oberndorf 3:0 (11:5, 11:7, 11:3); TSV Pfungstadt – TSV Calw 0:3 (7:11, 4:11, 8:11)
Die Fränkinnen aus dem Schweinfurter Stadtteil Oberndorf konnten ihren Heimvorteil gegen die stärkeren Gegnerinnen nicht nutzen. Der Mannschaft um Kapitänin Ursina Sagstetter gelang kein Erfolg und nur ein Wunder kann nun noch den Abstieg verhindern. Die zwei Gäste-Teams schafften ihr erstes Ziel, in den ersten Begegnungen unter der sengenden Sonne Körner für das wichtige dritte Spiel des Tages sparen, auch wenn Pfungstadt im dritten Satz durch die Oberndorferinnen in die Verlängerung gezwungen wurde. Dann kam es zum spannungsgeladenen Duell um Tabellenplatz 2 – mit dem klar besseren Ende für einen stark auftretenden TSV Calw. „Wir wollen unbedingt als Zweite der Südstaffel zur deutschen Meisterschaft und nach der 2:3-Niederlage letzte Woche hatten wir mit Pfungstadt noch eine Rechnung offen“, erklärte Calws Fenja Stallecker die besondere Motivation. Natürlich war, so die Schlagfrau, „auch der Gegner scharf auf den Sieg. Es haben sich lange, anstrengende Ballwechsel ergeben und jeder Ballgewinn hat viel Energie gekostet. Aber wir haben einen guten Zugang zum Spiel gefunden, gebissen und uns so zum Sieg gekämpft.“ Lohn ist Platz 2 mit 20:4 Punkten. Die von der Ex- Calwerin Stephanie Thomas angeführten Hessinnen (18:6) bleiben trotz der deutlichen Niederlage auf DM-Kurs.
TV Stammheim – TV 1880 Käfertal 2:3 (10:12, 11:8, 11:8, 8:11, 7:11); TV Unterhaugstett – Stammheim 3:1 (11:7, 9:11, 11:9, 11:9); Käfertal – Unterhaugstett 3:0 (11:6, 12:10, 11:5)
Mit zwei Siegen in Stuttgart haben sich die Käfertalerinnen am deutschen Meister in der Halle TV Segnitz auf Platz 4 vorbeigedrängelt. Bitter war der Spielverlauf für die Gastgeberinnen. Bei rund 35 Grad Hitze – im Schatten, wohlgemerkt – führte der TV Stammheim bereits mit 2:1 Sätzen gegen Käfertal, musste dann in den fünften Durchgang und stand letztlich mit leeren Händen da. Die noch frischen Unterhaugstetterinnen nutzten die Gelegenheit gegen den kräftemäßig angeschlagenen TV Stammheim und holten einen ganz wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Die Tabelle weist nun auf den Plätzen 6 bis 8 drei Mannschaften mit 6:18 Punkten vor Schlusslicht Oberndorf (0:24 Punkte) aus: den TV Stammheim, SV Energie Görlitz und TV Unterhaugstett.
Am nächsten Sonntag geht es im Gleichschritt auf die Zielgerade und es können Entscheidungen bezüglich Abstieg und DM-Endrunden-Qualifikation fallen: Der TSV Dennach empfängt die Teams aus Pfungstadt und Unterhaugstett. Görlitz will zuhause gegen Oberndorf und Stammheim punkten, nach Calw kommen die Gäste aus Käfertal und Segnitz.
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