Perfekter Auftakt für U18-Männer aus Deutschland und Österreich – WM in Reiden begeistert bereits zum Start

Verfasst am 23. Juli 2026
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Strahlender Sonnenschein, spannende Spiele und bereits am ersten Turniertag zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer rund um die drei Spielfelder: Die U18-Weltmeisterschaften der Frauen und Männer in Reiden (Schweiz) sind mit einem gelungenen Auftakt gestartet. Schon die ersten Vorrundenbegegnungen sorgten für hochklassigen Faustball und beste Stimmung auf der Sportanlage.

Bei den U18-Männern erwischten Deutschland und Österreich einen Traumstart. Beide Teams blieben in ihren ersten drei Partien ungeschlagen und setzten sich damit an die Spitze des siebenköpfigen Teilnehmerfeldes. Österreich, Bronzemedaillengewinner von 2024, musste dabei gleich zum Auftakt Schwerstarbeit verrichten. Gegen Brasilien entwickelte sich ein hochklassiges Duell über die volle Distanz. Nach einer 2:0-Satzführung (14:12, 11:6) kämpften sich die Südamerikaner mit 11:8 und 11:9 zurück. Im entscheidenden fünften Satz bewies Österreich jedoch Nervenstärke und sicherte sich mit 11:7 den umjubelten Auftaktsieg. Deutlich enger, als das Endergebnis vermuten lässt, verlief anschließend auch das 3:0 gegen Chile. Erst nach zwei hart umkämpften Satzgewinnen in der Verlängerung (12:10, 13:11) brachte der Europameister das Spiel auf seine Seite, ehe der dritte Durchgang mit 11:4 klar ausfiel. Den perfekten Tag machte Österreich mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen WM-Debütant Neuseeland (11:1, 11:4, 11:6) perfekt.

Titelverteidiger Deutschland präsentierte sich ebenfalls in starker Form. Gegen Chile (11:7, 11:5, 11:6) und Namibia (11:1, 11:5, 11:3) ließ die Mannschaft nichts anbrennen. Im abschließenden Abendspiel verlangte Gastgeber Schweiz den Deutschen mit einer engagierten Defensivleistung alles ab und verkürzte zwischenzeitlich auf 1:2 Sätze. Am Ende setzte sich Deutschland dennoch verdient mit 11:9, 11:7, 8:11 und 11:7 durch und beendete den ersten Wettkampftag ebenfalls mit drei Siegen.

Hinter dem Spitzenduo liegt die Schweiz mit zwei Erfolgen auf Rang drei. Gegen stark aufspielende Namibier gerieten die Gastgeber zunächst mit 0:1 in Rückstand, drehten die Partie aber noch zum 3:1-Erfolg (7:11, 11:3, 11:8, 13:11). Es folgte ein souveräner 3:0-Sieg gegen Neuseeland (12:10, 11:4, 11:5), ehe sich die Eidgenossen Deutschland geschlagen geben mussten.

Punktgleich mit der Schweiz rangiert Brasilien. Nach der knappen Fünf-Satz-Niederlage gegen Österreich rehabilitierten sich die Südamerikaner mit deutlichen 3:0-Erfolgen gegen Neuseeland (11:7, 11:4, 11:2) und Chile (11:7, 11:8, 11:4).

Einen besonderen Eindruck hinterließ WM-Neuling Neuseeland. Zwar blieb das Team am ersten Turniertag ohne Sieg, überzeugte aber mit großem Einsatz und begeisterte die Zuschauer bereits vor Spielbeginn mit dem traditionellen Haka.

Auch bei den U18-Frauen wurden am Donnerstag die ersten Weichen Richtung Medaillenrunde gestellt. Gespielt wird in zwei Vorrundengruppen mit jeweils vier Teams.

In der Gruppe Gold setzte Titelverteidiger Deutschland gleich ein Ausrufezeichen. Im Gipfeltreffen gegen Österreich – der Neuauflage des WM-Endspiels von 2024 – gewann die Auswahl des Bundestrainerin-Duos Heike Hafer und Kim Trautmann mit 3:0. Nach einem starken ersten Satz (11:6) schien Österreich den zweiten Durchgang bereits in der Hand zu haben und führte mit 9:3. Deutschland kämpfte sich jedoch mit sechs Punkten in Serie zurück, wehrte später sogar einen Satzball ab und entschied den Durchgang noch mit 12:10 für sich. Der dritte Satz ging schließlich mit 11:8 ebenfalls an Deutschland.

Österreich meldete sich anschließend eindrucksvoll zurück und bezwang Gastgeber Schweiz klar mit 11:5, 11:5 und 11:9. Brasilien komplettierte das Spitzentrio der Gruppe Gold. Nach verlorenem Auftaktsatz gegen die Schweiz drehte die Seleção die Begegnung noch in einen 3:1-Erfolg (8:11, 11:5, 11:9, 11:8). Damit liegen Deutschland, Brasilien und Österreich nach dem ersten Turniertag punktgleich an der Tabellenspitze.

In der Gruppe Silber erwischte Tschechien den perfekten Start. Nach einem ungefährdeten 3:0 gegen Dänemark (11:8, 11:2, 11:8) setzte sich das Team auch gegen Italien mit 3:0 durch. Das Ergebnis täuscht jedoch über den Spielverlauf hinweg: Gleich zwei Sätze wurden erst in der Verlängerung entschieden (13:11, 11:8, 12:10). Dank zweier Siege ohne Satzverlust führen die Tschechinnen die Tabelle an und verschafften sich eine hervorragende Ausgangslage für den zweiten Turniertag.

An diesem wird die Vorrunde bei den U18-Männern mit den letzten Begegnungen fortgesetzt, ehe am Samstag die Halbfinals und Medaillenspiele folgen. Bei den U18-Frauen stehen am Freitag die abschließenden Gruppenspiele auf dem Programm, in denen die letzten Tickets für die K.-o.-Phase vergeben werden. Parallel dazu startet am Freitag, 24. Juli, auch die Europameisterschaft der Frauen. Neben Titelverteidiger Deutschland kämpfen Österreich, Gastgeber Schweiz und Serbien um den kontinentalen Titel. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch Namibia, das aufgrund fehlender Afrikameisterschaften als Gastteam an der Europameisterschaft teilnimmt.

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