Faustball Deutschland beendet Zusammenarbeit mit Olaf Neuenfeld

Verfasst am 28. September 2026
Bekanntmachungen

Faustball Deutschland hat die Zusammenarbeit mit Olaf Neuenfeld als Bundestrainer beendet. Der Entscheidung ist ein intensiver und sorgfältiger Abwägungsprozess innerhalb des Vorstandes von Faustball Deutschland und gemeinsam mit dem verantwortlichen Leistungssportreferenten vorausgegangen. Dabei wurden sowohl die bisherige Zusammenarbeit als auch die zukünftige sportliche und strukturelle Ausrichtung des Verbandes berücksichtigt.

Ein wesentlicher Aspekt der Entscheidung war die Entwicklung der Zusammenarbeit innerhalb der sportlichen Strukturen von Faustball Deutschland. In den vergangenen Jahren haben sich Abstimmungen und die Kommunikation mit Olaf zunehmend schwieriger gestaltet. Der Vorstand hat deshalb in den vergangenen Monaten wiederholt die Bedeutung einer vertrauensvollen, konstruktiven und verlässlichen Zusammenarbeit angesprochen und dabei auch die besondere Vorbildfunktion des Bundestrainers innerhalb des Verbandes und gegenüber den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Engagierten thematisiert.

Aus Sicht des Vorstandes gehört zu dieser Verantwortung auch der respektvolle Umgang mit getroffenen Entscheidungen und bestehenden Verantwortungsstrukturen. Dies betrifft insbesondere Entscheidungen des Vorstandes, des verantwortlichen Leistungssportreferenten sowie Entscheidungen innerhalb der hierfür vorgesehenen sportlichen Gremien. Trotz wiederholter Gespräche und entsprechender Abstimmungen konnte aus Sicht des Vorstandes keine ausreichende Grundlage für eine dauerhaft verlässliche Zusammenarbeit geschaffen werden.

Nach sorgfältiger Prüfung ist der Vorstand daher zu der Überzeugung gelangt, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in der bisherigen Konstellation nicht mehr möglich ist. Die Entscheidung ist damit nicht ausschließlich eine Frage der sportlichen Ausrichtung, sondern in erheblichem Maße auch eine Entscheidung über die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine funktionierende Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsstrukturen.

In einem persönlichen Gespräch am 15. September wurde Olaf Neuenfeld die Entscheidung erläutert. Zugleich wurde ihm die Möglichkeit angeboten, die Beendigung der Zusammenarbeit im Rahmen eines persönlichen Rücktritts selbst zu gestalten. Dieses Angebot nahm er nicht an. Darüber hinaus hatte Faustball Deutschland das Interesse, die Form, Inhalte und den Zeitpunkt einer öffentlichen Kommunikation gemeinsam abzustimmen. Auch hierfür konnte keine gemeinsame Vorgehensweise gefunden werden.

Unabhängig von der Beendigung der Zusammenarbeit würdigt Faustball Deutschland die langjährige Tätigkeit von Olaf Neuenfeld ausdrücklich. Über mehr als zwei Jahrzehnte hat er den deutschen Faustball als Bundestrainer begleitet und geprägt. Seine sportlichen Erfolge, seine fachliche Arbeit und sein langjähriges Engagement für den Verband werden anerkannt und gewürdigt (s. Artikel „Eine Ära im deutschen Faustball geht zu Ende“).

Neben den Fragen der Zusammenarbeit war auch die zukünftige sportliche und strategische Ausrichtung des Verbandes Bestandteil der Entscheidungsfindung. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den kommenden Jahren und insbesondere den World Games 2029 in Deutschland zu. Das Heimereignis bietet dem Faustball eine besondere Möglichkeit, öffentliche Aufmerksamkeit zu gewinnen, neue Menschen für den Sport zu begeistern und nachhaltige Impulse für seine Entwicklung zu setzen.

Die Vorbereitung auf diese Ziele erfordert aus Sicht des Vorstandes klare Strukturen, verlässliche Verantwortlichkeiten und eine gemeinsame strategische Ausrichtung. Hierfür sollen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden.

Für Faustball Deutschland steht dabei ein professioneller und geordneter Übergang im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Olaf Neuenfeld sachlich und fair abzuschließen und gleichzeitig die sportliche Arbeit des A-Kaders ohne unnötige Unterbrechungen fortzuführen.

Die aktuellen Kaderspieler wurden über die Situation informiert und werden über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten. Die bereits für 2027 geplanten Maßnahmen des A-Kaders bleiben bestehen.

Parallel wird Faustball Deutschland die Suche nach einer neuen verantwortlichen Person für den A-Kader einleiten. Neben einer öffentlichen Ausschreibung werden geeignete Kandidatinnen und Kandidaten direkt angesprochen. Die sportliche Verantwortlichkeit für den A-Kader soll zeitnah neu besetzt werden.

Faustball Deutschland bedauert, dass die Zusammenarbeit nach einer so langen und erfolgreichen gemeinsamen Zeit beendet wird. Gleichzeitig ist der Vorstand nach sorgfältiger Abwägung davon überzeugt, dass dieser Schritt notwendig ist, um verlässliche Strukturen und eine konstruktive Zusammenarbeit zu gewährleisten und die strategische und sportliche Entwicklung des deutschen Faustballs in den kommenden Jahren erfolgreich fortzuführen.

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