EM 2026: DEUTSCHLAND CHANCENLOS IM FINALE

Verfasst am 15. August 2026
Allgemein EM 2026 Tondern
(us) Letzter Tag der Männer Europameisterschaften in Tondern. In einem nur zu Beginn spannenden Endspiel setzt sich Österreich gegen Deutschland klar und verdient mit 4:0 durch Versöhnlicher Abschluss für das Team aus der Schweiz, sie gewinnen Bronze. Der Gastgeber aus Dänemark belegt einen hervorragenden fünften Platz. 
 
Der Abschlusstag startete mit den Qualifikationsspielen für die Ränge 5 – 8. Zum Auftakt gelangt Tschechien ein mühevoller 3-0 Sieg (13:11; 11:9; 11:4) gegen Belgien, die wiederum besonders in den ersten beiden Sätzen durchaus die Möglichkeit besaßen, diese für sich zu entscheiden. Auch Team Dänemark musste sich gegen Serbien mächtig strecken. Am Ende jubelten wieder zahlreiche dänische Fans über einen 3-1 Erfolg (12:10; 8:11; 11:8; 11:5) und den Einzug ins Spiel um Platz 5. Belgien gelang im Spiel um Platz 7 erneut der Sieg gegen Serbien, wie bereits in der Vorrunde war es ein Spiel auf Augenhöhe, mit 3:2 (11:7; 9:11; 7:11; 13:11; 11:3) war der zweite Sieg im Turnier perfekt. Dänemark wiederholte ebenfalls den Erfolg aus Vorrunde gegen Tschechien, der 3-0 Erfolg (11:5; 11:4; 11:8) war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Mit Standing Ovationen wurde das Team von der begeisterten Kulisse für eine großartige Turnierleistung belohnt.
 
Das Spiel um Bronze zwischen Italien und der Schweiz startet mit einer kleiner Überraschung. Die Italiener gewinnen den ersten Satz äußerst knapp mit 15:13 und sorgen so für eine nicht erwartete 1-0 Satzführung. Doch Team Italia konnte an das Level in den Folgesätzen nicht weiter anknüpfen, zumal die Schweizer in ihren Aktionen zwingender und effektiver wurden. Dem 11:7 im zweiten Satz folgte ein 11:6 Erfolg in Satz Nummer drei, damit die 2-1 Satzführung für die Schweiz. Die gewohnte Sicherheit war nun zurück, routiniert platzierten die Schweizer nun ihre Angriffsbälle mit Erfolg in der italienische Abwehr. Die Sätze vier und fünf verliefen dann ebenso deutlich zugunsten der Schweizer, die sich verdient am Ende mit 4-1 durchsetzen und nach der unglücklichen Niederlage gestern gegen Deutschland heute mit Bronze belohnen.
 
Vor mittlerweile knapp 1.800 Zuschauern stand dann Spiel Nummer 24 dieser Meisterschaft an: DAS Finale Österreich gegen Deutschland. Und gleich der erst Satz hat es in sich. Das taktische Konzept der Deutschen mit vorgezogene Mitte geht zunächst auf, schnelle 4:0 Führung Deutschland und Auszeit Österreich. Österreich fängt sich nach anfänglicher Nervosität, zwei Angabenfehler durch Jungclaussen sorgen für den 5:5 Ausgleich. Österreich erhöht weiter den Druck, geht erstmal bei 8:7 selbst in Führung. Doch Deutschland schlägt zurück, hat bei 10:8 zwei Satzbälle. Doch erneut bringen zwei Angabenfehler die Österreicher zurück ins Spiel, haben ihrerseits bei 11:10 Satzball. Ein Rückschlag-Ass von Karl Mühlehner beendet schlussendlich die deutschen Träume vom Satzgewinn – 13:11 Österreich. 

Das zeigte Wirkung. Team Austria nutzt weiterhin konsequent die Chancen im Angriff, bei 5:2 Auszeit Deutschland, Maxi Lutz kommt für Jungclaussen aufs Feld. Österreich zeigt sich weiter unbeeindruckt, zieht auf 8:3 davon. Team Germany bleibt chancenlos in diesem Satz – 11:3 Österreich. Jetzt waren die Comeback-Qualitäten vom gestrigen Halbfinale gegen die Schweiz gefragt. Deutschland versucht alles, doch Österreich bleibt auch in Satz Nummer drei nahezu fehlerfrei, zwischenzeitliche 5:3 Führung Österreich. Bei 7:5 erneuter Wechsel bei Deutschland, Fabio Lauck kommt für Tobi Maurer. Doch Österreich spielt wie im Rausch, auch unterstützt durch zu wenig Druck der Deutschen und weitere Eigenfehler. Bei 9:5 Auszeit Deutschland, aber auch die nützt nichts. 11:5 endet Satz Nummer drei zugunsten der Österreicher – damit 3:0 Satzführung. Deutschland steht nun enorm unter Druck. Aber Österreich macht einfach da weiter wo sie in den Sätzen zuvor aufgehört haben, ziehen schnell – auch bedingt durch drei Angabenfehler – auf 5:1 davon. Bei Team Germany läuft nun nicht mehr viel zusammen, während den Österreichern fast alles gelingt in dieser Phase. Bei 8:4 der letzte Wechsel, Sebastian Kögel ersetzt Jakob Kilpper. Bei 10:4 hat Österreich dann die ersehnten Matchbälle. Ein zu weit vorgelegte Ball der Deutschen beendet die am Ende doch einseitigen Partie. Das deutsche Team hatte heute nicht die richtigen Mittel, um die Partie offen zu gestalten. Die Österreicher waren heute einfach eine Klasse besser, werden ihrer Favoritenrolle gerecht und verdient Europameister 2026. 

Mit einer furiosen Siegerehrung geht diese Europameisterschaft zu Ende. Dänemark war ein toller Gastgeber, es war eine Meisterschaft, die organisatorisch auf allerhöchsten Niveau durchgeführt wurde und vielen Fans und den Teams sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
 

Endstand Männer Europameisterschaft:

1. Österreich 
2. Deutschland 
3. Schweiz
4. Italien
5. Dänemark
6. Tschechien
7. Belgien
8. Serbien
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