EM 2026: Deutschland mit Sieg und Niederlage zum Abschluss der Vorrunde

Foto: Uwe Spille
Verfasst am 14. August 2026
Allgemein EM 2026 Tondern
(us) Die deutsche Männernationalmannschaft muss gegen Österreich eine deutliche 3-0 Niederlage einstecken, rehabilitiert sich jedoch mit einem 3-1 Sieg gegen die Schweiz und sichert sich so Platz 2 in der Vorrunde. Morgen trift das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld im Viertelfinale zunächst auf Belgien.

Tag 2 der Europameisterschaften der Männer im dänischen Tondern startete mit einem ungefährdeter Sieg der Schweizer gegen Italien mit 3-0 (11:4; 11:5; 11:7). Gastgeber Dänemark mussten sich im nachfolgenden Match in der Gruppe B gegen Tschechien mächtig strecken, gewann am Ende aber verdient mit 3-1 (11:8; 8:11; 11:6; 11:5). Über 500 Schulkinder feuerten die Teams bei hochsommerlichen Wetter in den Matches lautstark an und sorgten bereits am Vormittag für eine stimmungsvolle Kulisse. Dann stand das Prestigeduell Deutschland gegen Österreich auf dem Programm. Vor den knapp 1.000 Zuschauern gelang Team Austria ein Blitzstart in Satz 1 (4:0) und erzwang so die frühe Auszeit der Deutschen. Bei 1:7 Rückstand wechselt Bundestrainer Olaf Neuenfeld bereits zum ersten Mal, Maxi Lutz kommt für Philip Hofmann. Deutschland fängt sich in der Folge und kommt besser ins Spiel, kämpft sich zurück und verkürzt auf 7:9. Doch der Druck der Österreicher bleibt hoch, Deutschland verliert Satz 1 am Ende mit 11:8. Der zweite Satz 2 beginnt ausgeglichener, bei 4:3 nächster Wechsel bei Deutschland, Hauke Spille kommt für Luca Egger. Mit 5:4 geht Deutschland das erste Mal in dieser Partie in Führung, doch die Österreicher halten den Druck mit präzisen Angriffen weiter hoch. Bei 9:10 aus deutscher Sicht hat Österreich erneut Satzball, ein knapper Ausball sichert Österreich auch Satz Nummer zwei. Zu Beginn Satz 3 kehrt Philip Hofmann zurück, kann aber auch einen frühen 1:5 Rückstand nicht verhindern. Marc Löwe, Tobi Maurer und Manu Kögel erhalten in diesem Satz dann auch noch ihre Einsatzzeiten. Am Ende wird dieser Satz eine klare Angelegenheit für die Österreicher (11:4). Damit startet das deutsche Team mit einer nicht so klar erwarteten Niederlage in den zweiten Tag der Vorrunde.

Im Anschluss folgte das erste Fünfsatz-Match der EM. Belgien schlägt Serbien mit 3:2 (9:11; 11:9; 11:4; 8:11; 12:10) und fuhr in einem wahren Krimi seinen ersten Sieg in der Gruppe B ein. Kurzen Prozess hingegen machten die Österreicher in ihrem zweiten Spiel des Tages gegen Italien. Mit einem deutlichen 3-0 Erfolg (11:5; 11:3; 11:6) sicherte sich Team Austria damit vorzeitig den Gruppensieg. Nach dem Erfolg von Tschechien über Serbien mit 3-1 (7:11; 11:2,; 11:5; 11:6) ging es für das deutsche Team somit in ihrem letzten Vorrundenspiel um Platz 2 in der Gruppe gegen die Schweiz. 

Deutschland startet mit Johannes Jungclaussen, Maxi Lutz, Hauke Spille, Fabio Lauck und Manu Kögel. Im Gegensatz zum ersten Spiel gelang ein guter Start mit einer 4:2 Führung, bei 6:3 Auszeit Schweiz. Doch Deutschland nutzt weiterhin seine Chancen im Angriff konsequent. Zwei Eigenfehler der Schweiz bescheren dem deutschen Team 5 Satzbälle. gleich der erst sitzt zum 11:5. Im zweiten Satz muss Deutschland nun gegen die tief stehende Sonne spielen. Zwei Angabenfehler in Folge bringen die erste 2-Punkte-Führung für die Schweiz. Olaf Neuenfeld reagiert, bringt Philip Hofmann ins Spiel für Jungclaussen. Bei 6:6 gleicht Deutschland erstmalig aus. Doch die Schweizer lassen sich davon nicht irritieren, ziehen ihr Angriffsspiel weiter auf, gehen mit 9:7 erneut in Führung und haben bei 10:8 zwei Satzbälle. Ein knapper Ausball von Hofmann – mit 11:8 gleicht die Schweiz aus. In Satz drei kommt Tobi Maurer für Fabio Lauck ins Spiel. Auf Schweizer Seite verlässt Raphael Schlattinger das Feld. Wieder startet Team Germany stark, geht mit 4:1 in Führung. Bei 6:3 kommt Luca Egger für Hauke Spille. Auch auf Schweizer Seite wird kräftig gewechselt. Bei 9:5 nimmt die Schweiz Auszeit und wechselt das System, spielt nun mit vorgezogener Mitte. Doch mit wenig Effekt, Deutschland sichert sich ohne Probleme mit 11:7 Satz Nummer drei. Auch Olaf Neuenfeld gibt im vierten Satz auch noch den übrigen Spielern die Chance, sich zu zeigen: Marc Löwe und Jakob Kilpper kommen ins Spiel. Beide fügen sich nahtlos ins Spiel ein, bei 4:1 Führung Deutschland Auszeit Schweiz. Durch die zahlreichen Wechsel ist die Partie nun etwas zerfahren mit vielen Eigenfehler auf beiden Seiten. Trotzdem baut Deutschland die Führung weiter aus, hat reichlich Matchbälle bei 10:5. Maxi Lutz beendet die Partie dann mit kurz gespielten Ball zum 11:6 und zum Matchgewinn. Mit dem 3-1 Sieg sicherte sich Deutschland Platz 2 in der Gruppe A. 

Fazit von Maxi Lutz: „Gegen Österreich haben wir jeweils den Anfang der Sätze ein wenig verschlafen, sind dann zwar besser reingekommen, aber in den entscheidenden Phasen war Österreich einfach besser und konsequenter. Wir haben uns aber gut erholt von dieser Niederlage und alle haben gegen die Schweiz gezeigt was sie können. Die tolle Kulisse hat ihr übriges zu einem guten Spiel beigetragen“

Im letzten Spiel des Tages setzte sich Gastgeber Dänemark mühsam mit 3-1 (11:3; 12:10; 10:12; 11:9) gegen Belgien durch, damit kommt es morgen zu folgenden Viertelfinalbegegnungen:

  • Österreich vs. Serbien
  • Italien vs. Dänemark
  • Deutschland vs. Belgien
  • Schweiz vs. Tschechien

Start der Partien ist Morgen 10:00 Uhr, die Halbfinalspiele steigen sann um 16:30 Uhr und 18:30 Uhr.

Alle Spiele können wieder live verfolgt werden bei: fistball.tv

Zurück
Erima GHP Kammachi Sportastic Ludwig Lobi