BL Frauen Nord & Süd
1. Bundesliga Nord – Frauen
MTV Wangseren – TuS Wakendorf 3:0 (11:4, 11:7, 11:8); MTV Wangersen – Ohligser TV 1:3 (6:11, 11:8, 8:11, 4:11); TuS Wakendorf – Ohligser TV 1:3 (7:11, 8:11, 11:7, 6:11)
Am Samstag standen in Wangersen drei Spiele unter äußerst schwierigen Bedingungen auf dem Programm. Wechselhaftes Wetter mit viel Wind erschwerte allen Mannschaften das Spiel und verhinderte über weite Strecken einen geordneten Spielfluss. Im ersten Spiel traf Gastgeber Wangersen auf Wakendorf. Die Partie war stark vom Wind geprägt, sodass kein wirklich gutes Spiel zustande kam. Dennoch nutzte Wangersen seinen Heimvorteil konsequent aus und setzte sich am Ende deutlich mit 3:0 durch. Im zweiten Spiel wartete mit dem Ohligser TV der nächste Gegner auf Wangersen. Auch hier bestimmten die schwierigen Wetterbedingungen das Geschehen. Während der MTV zunächst gut dagegenhielt, kam der OTV im Laufe der Begegnung immer besser mit den äußeren Bedingungen zurecht. Die Gäste fanden zunehmend zu ihrem Spiel und übernahmen mehr und mehr die Kontrolle. Sie gewannen am Ende 3:1. Im dritten Spiel standen sich schließlich der Ohligser TV und Wakendorf gegenüber. Mittlerweile hatte zusätzlich Regen eingesetzt und machte die ohnehin schon anspruchsvollen Bedingungen noch schwieriger. Wakendorf zeigte großen Kampfgeist und hielt mit viel Einsatz dagegen. Der Ohligser TV blieb jedoch trotz der widrigen Umstände stabil, spielte konzentriert weiter und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen.
TV Brettorf – Ohligser TV 3:1 (11:7, 13:15, 12:10, 11:9); TV Brettorf – TuS Wakendorf 3:0 (11:9, 11:4, 11:3); Ohligser TV – TuS Wakendorf 3:1 (11:7, 8:11,15:14, 11:7)
Der Spieltag in Brettorf hatte für die Zuschauer einiges zu bieten. Besonders die Begegnung des Gastgebers gegen den OTV entwickelte sich zu einem echten Krimi. In einem ansehnlichen Spiel wurde um jeden Ball gekämpft. Jeder Satz war hart umkämpft, doch am Ende hatte Brettorf stets das bessere Ende für sich und belohnte sich mit einem verdienten Erfolg. Für Wakendorf war im zweiten Spiel gegen Brettorf dagegen wenig zu holen. Angetrieben vom Sieg und getragen von der Unterstützung der Zuschauer spielten sich die Gastgeber regelrecht in einen Rausch. Mit druckvollem Angriffsspiel und einer konzentrierten Leistung ließ Brettorf nichts anbrennen und sicherte sich einen souveränen 3:0-Erfolg. Auch die Partie zwischen Wakendorf und Ohligs wurde anschließend noch einmal spannend. Der OTV fand zunächst nur schwer in die Begegnung, während die starke Defensive der Wakendorfer den Favoriten immer wieder vor Probleme stellte. Wakendorf hielt die Partie lange offen und kämpfte um jeden Punkt. Am Ende stand jedoch ein etwas Glückliches 3:1 für den OTV, der sich in den entscheidenden Momenten durchsetzen konnte.
VFL Kellinghusen – TSV Hagen 1860 (11:7,15.14,11:8); VFL Kellinghusen – MTV Wangersen 3:0 (11:9, 11:8, 11:5); TSV Hagen 1860 – MTV Wangersen 2:3 (12:14, 11:8, 11:8, 5:11, 6:11)
Auch der Spieltag in Kellinghusen bot den Zuschauern spannende und abwechslungsreiche Begegnungen. Die Heimmannschaft ließ dabei von Beginn an keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Gegen die Gäste aus Hagen zeigte Kellinghusen eine konzentrierte Leistung und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein. Auch im zweiten Spiel gegen Wangersen präsentierten sich die Gastgeber in starker Verfassung. Mit druckvollem Spiel und einer sicheren Defensive kontrollierte Kellinghusen die Partie über weite Strecken und sicherte sich den zweiten ungefährdeten Erfolg des Tages. Im abschließenden Duell zwischen Hagen und Wangersen bekamen die Zuschauer dann noch einmal beste Faustball-Unterhaltung geboten. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und lieferten sich ein packendes Spiel über die volle Distanz. Immer wieder wechselte die Führung, und kein Team schenkte dem anderen einen Ball. Erst in den entscheidenden Momenten behielt Wangersen die Nerven und hatte das bessere Ende für sich. Nach einem spannenden Fünfsatzspiel durfte Wangersen schließlich über den Sieg jubeln.
1. Bundesliga Süd, Frauen – Pfungstadt setzt Ausrufezeichen
Vier Mal rief der Bundesliga-Spielplan am letzten Wochenende zu Dreikämpfen – und als großer Sieger ging der TSV Pfungstadt hervor: vier Siege, davon zwei gegen direkte Gegner im Kampf um ein DM-Ticket, bringen die Hessinnen auf Kurs Bardowick. Segnitz hingegen fällt mit nun zehn Minuspunkten zurück. Der SV Energie Görlitz erkämpfte sich einen wichtigen Sieg, der TV SW-Oberndorf blieb ohne Satzerfolg und verliert weiter an Boden.
TSV Calw – TSV Pfungstadt 2:3 (11:9, 10:12, 8:11, 11:9, 6:11); TV SW-Oberndorf – Calw 0:3 (9:11, 6:11, 7:11); Pfungstadt – SW-Oberndorf 3:0 (11:4, 11:8, 11:9)
Underdog TV SW-Oberndorf war am Samstag nur Nebendarsteller auf dem Sportplatz in Calw, denn im Fokus stand die Begegnung zwischen den ambitionierten DM-Anwärtern. Wie so häufig blies der Schwarzwald-Fallwind aus Westen kräftig und bog die Leine teils um fast einen Meter auf die Ostseite durch. Am Ende jubelte der Gast aus Hessen über einen ganz wichtigen Sieg. „Das war eine richtige Windschlacht und viele Bälle sind auf die Kappe der Böen gegangen. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können“, so Pfungstadt-Kapitänin Kim Trautmann. Allerdings bewies ihr Team auch eine starke Moral nach 0:1-Satzrückstand, während die Einheimischen ab Mitte des zweiten Durchgangs – bei 6:3-Führung – plötzlich nicht mehr auf Touren kamen. Calw-Trainer Rolf Schlotter: „Die Mannschaftsleistung war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Da haben bei jeder Spielerin die letzten zehn Prozent Einsatz gefehlt, war keine Gier zu spüren. Das müssen wir im Rückspiel nächste Woche anders machen. Wir wollen als Zweiter zur DM-Endrunde nach Bardowick fahren. Gut, dass wir auswärts, in Schweinfurt, spielen. Zuhause tun wir uns spürbar schwer.“
Nach dem langen Fünf-Satz-Duell ging der Spieltag flotter über die Bühne, auch wenn sich Oberndorf gegen beide Gegner wehrte und jeweils einmal nur mit 9:11 Bällen unterlag – sich aber nicht belohnen konnte.
TV Segnitz – TV Stammheim 3:1 (11:9, 9:11, 11:6, 11:7); Stammheim – TSV Pfungstadt 1:3 (7:11, 6:11, 13:11, 9:11; Segnitz – Pfungstadt 2:3 (8:11, 8:11, 11:7, 11:5, 8:11).
Mit Blick auf der am Samstag aktualisierten Tabelle stand tags darauf der Hallen-Champion unter Druck: Segnitz mit acht Minus-Punkten, Pfungstadt mit nur vier Schlechten auf dem Konto. Beide Teams mussten zuerst die Pflicht gegen den unbequemen TV Stammheim erfüllen, gaben jeweils einen Satz ab und bissen sich letztlich durch. Nach getaner Arbeit stand das Duell zwischen den Fränkinnen und den Hessinnen an. Beide konnten ihre stärksten Formationen aufbieten, den besseren Start legte der Gast aus Pfungstadt hin. Nach 0:2-Satzrückstand schien sich das Blatt zugunsten von Svenja Schröders TVS zu wenden. Doch Pfungstadt machte im vierten Spiel innerhalb von zwei Tagen noch mal alle Kräfte frei und biss sich durch.
Pfungstadts Kim Trautmann: „Wir sind super happy mit der 8:0-Ausbeute, weil wir zur DM wollen. Es war uns klar, dass uns am Ende die Kraft ausgehen könnte. Umso glücklicher sind wir mit den Siegen gegen Segnitz und Calw – und auch gegen Oberndorf sowie Stammheim, gegen die wir in der Hinrunde verloren hatten. Wir haben in entscheidenden Momenten unsere Leistung abgerufen. Das wollen wir nächste Woche erneut gegen Calw bestätigen.“
TSV Dennach – TV SW Oberndorf 3:0 (11:5, 11:6, 11:9); TV 1880 Käfertal – Dennach 1:3 (3:11, 11:9, 10:12, 8:11); SW-Oberndorf – Käfertal 0:3 (5:11, 9:11, 7:11)
Einen Satz gab der TSV Dennach gegen den Gast aus Mannheim ab, behielt aber am Ende seine schneeweiße Weste mit den Saisonsiegen Nummer elf und zwölf. Die Oberndorferinnen wehrten sich nach Kräften, mussten aber einmal mehr den Gegnerinnen gratulieren. Die Resultate zeigen das aktuelle Kräfteverhältnis in der Liga zwischen Spitze, Mittelfeld und Tabellenende klar auf.
TV Unterhaugstett – SV Energie Görlitz 2:3 (10:12, 15:13, 10:12, 11:9, 8:11); Görlitz – TSV Calw 0:3 (3:11, 7:11, 6:11); Unterhaugstett – Calw 0:3 (2:11, 6:11, 7:11).
Ganz schön was los war auf dem Unterhaugstetter Sportplatz, wo neben den Bundesliga-Frauen auch ein wuseliger Kinder-Spieltag für stimmungsvollen Faustball sorgte. Bei herrlichem Wetter mit leichten Böen sollte sich der Favorit aus Calw an diesem Tag keine Blöße geben und gewann jeweils souverän. Auch hier weckte das Auftaktspiel größeres Interesse, standen doch beide Kombattanten – Unterhaugstett und Görlitz – mit je vier Punkten vor bzw. in der akuten Abstiegszone. So entwickelte sich ein hart umkämpftes Match zweier Mannschaften auf Augenhöhe und ging es in den ersten drei Sätzen immer in die Verlängerung. Im Mittelpunkt standen die Hauptschlagfrauen Joleen Wenzdorfer (TVU) und Lara Olbrisch (Energie). Die Sächsin und ihr Team blieben zunächst konstanter als ihre Gegenüber und so ging Satz 1 an den Gast. 10:8 führte dann die Heimmannschaft, verspielte zwei Satzbälle. Doch dann riss sich das Team um Kapitänin Vera Sauerbrunn zusammen, die ansonsten überlegt und cool aufspielende Lara Olbrisch baute zwei kleine Fehler ein. Unterhaugstett nutzte die Chance zum Satzausgleich eiskalt.
Im nicht weniger spannenden dritten Satz war Görlitz besser im Spiel, führt immer mit zwei, drei Bällen bis zum 9:6. Nach Auszeit glich der TVU aus, holt sogar einen Satzball. Dann wieder Görlitz, aus einer stabilen Abwehr und sauber zuspielenden Mitte heraus: 1:2 aus Sicht des TVU, der dann aber wieder das Ruder an sich riss, während Görlitz schwächelte. 9:2 führte Unterhaugstett, dann nur noch 10:9 – ehe die junge Joleen Wenzdorfer ihr Team mit einem Ass zum 2:2-Ausgleich erlöste. Die „Crunchtime“ begann mit besserem Start für das von Andrea Leidig betreute Görlitz (1:4), beim Seitenwechsel dann führte wieder der TVU (5:4) und zum Seitenwechsel erneut Görlitz. Lange Ballwechsel neigten das Pendel zugunsten der kämpferischen Energie-Frauen. Zwei missratene, zu lange TVU-Zuspiele brachten die Matchbälle. Der SV Energie wehrte nochmals toll ab, spielte auf einen Meter zu, wo Lara Olbrisch mit einem langen Ball auf die Grundlinie vollendete.
„Das war ein sehr wichtiger Sieg“, freute sich die Schlagfrau. „Wir sind mit viel Motivation hergefahren und es war gut, dass wir diesmal nicht zwei Spieltage an einem Wochenende hatten. Eine Woche zuvor ist uns sonntags die Luft ausgegangen. Nun empfangen wir in zwei Wochen Schweinfurt und Stammheim, da wollen wir erneut punkten – damit wir den Klassen erhalt möglichst schon vor dem letzten Spieltag sichern und nicht auf Schützenhilfe hoffen müssen.“
Am nächsten Sonntag wird an zwei Orten gespielt: Der TV SW-Oberndorf empfängt in Schweinfurt den TSV Pfungstadt und den TSV Calw, die sich beide Hoffnungen auf Tabellenplatz 2 machen. In Stuttgart will der TV Stammheim seinen Heimvorteil gegen TV 1880 Käfertal und TV Unterhaugstett in Zählbares ummünzen.
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