1. Männer Bundesliga Nord – 1. Spieltag der Rückrunde
(MiLx.) Nach Wind und Regen am letzten Wochen forderten nun hochsommerliche Temperaturen mit über 30 Grad Celsius die Athleten auf allen Plätzen. In der zweigeteilten Rückrunde kämpfen Brettorf, Hagen, Moslesfehn und Berlin um die drei Plätze für die Deutsche Meisterschaft, die am 18./19. Juli in Bardowick ausgetragen wird. Ahlhorn, Kellinghusen, Wangersen und Leichlingen wollen noch Punkte gegen den Abstieg sammeln.
Siegerrunde
Am ersten Spieltag der Siegerrunde empfing der Tabellenvierte Berlin den Tabellenführer Brettorf, während der Tabellenzweite Hagen den Tabellendritten Moslesfehn zu Gast hatte. Beide Favoriten setzten sich erfolgreich durch.
VfK 1901 Berlin – TV Brettorf 0:5
(9:11 8:11 7:11 12:14 7:11)
Tabellenführer TV Brettorf hat seine Spitzenposition mit einem souveränen 5:0-Erfolg beim VfK 1901 Berlin untermauert. Beim Viertplatzierten der Siegerrunde traf der Favorit jedoch auf einen kämpferisch starken Gastgeber, der sich über weite Strecken teuer verkaufte. Berlin hielt die Sätze lange offen und setzte Brettorf immer wieder unter Druck. Dennoch fehlte den Hausherren in den entscheidenden Momenten das nötige Quäntchen Glück, um sich für ihren engagierten Auftritt zu belohnen. Die Gäste erlaubten sich zwar vereinzelt unkonzentrierte Phasen, steigerten sich zum Satzende jedoch jeweils rechtzeitig und machten mit ihrer individuellen Klasse den Unterschied. So blieb Brettorf erneut ohne Satzverlust und festigte eindrucksvoll seine Tabellenführung.
TSV Hagen 1860 – SV Moslesfehn 5:3
(11:9 11:4 4:11 9:11 11:5 5:11 11:8 11:5)
Der TSV Hagen 1860 hat sich mit 5:3 gegen den SV Moslesfehn durchgesetzt, musste dafür jedoch härter arbeiten als erwartet. Die Gastgeber nutzten die Partie, um allen Spielern Einsatzzeit zu geben, fanden dabei aber nicht immer zu ihrem gewohnten Rhythmus. Moslesfehn überzeugte in ungewohnter Aufstellung, insbesondere Julian Lübbers in der Mitte zeigte eine starke Leistung. Mit präzisen, flachen Zuspielen setzte er Florian Würdemann immer wieder wirkungsvoll in Szene. Auch dessen mutige und nahezu fehlerfreie Angaben bereiteten Hagen – vor allem mit dem Moslesfehner Ball – erhebliche Probleme. Bis zum 3:3 verlief die Begegnung völlig ausgeglichen, ehe sich die größere Routine der Gastgeber in der Schlussphase entscheidend durchsetzte.
Verliererrunde
In der Verliererrunde reiste der Tabellenletzte Leichlingen zum Tabellensechsten Kellinghusen, der Fünfte Ahlhorn empfing mit Wangersen den Siebten der Tabelle. Mit den Siegen von Ahlhorn und Kellinghusen ist der Klassenerhalt für Wangersen und Leichlingen auch rechnerisch nicht mehr möglich.
VfL Kellinghusen – Leichlinger TV 5:0
(11:9 11:8 11:5 11:8 11:6)
Der VfL Kellinghusen hat seine Favoritenrolle mit einem ungefährdeten 5:0-Erfolg gegen den Leichlinger TV eindrucksvoll bestätigt. In einer aufgrund der hohen Temperaturen und der schwierigen Witterungsbedingungen insgesamt zähen Partie kontrollierten die Schleswig-Holsteiner das Geschehen von Beginn an. Die Gäste hatten große personelle Sorgen zu bewältigen: Neben dem Ausfall ihres Hauptangreifers fehlte berufsbedingt auch Maximilian Hoverath. So reiste Leichlingen mit lediglich fünf Spielern, darunter Unterstützung aus der zweiten Mannschaft, an und hatte keinerlei Wechselmöglichkeiten. Mit zunehmender Spieldauer machte sich die Belastung deutlich bemerkbar. Kellinghusen nutzte die Vorteile konsequent aus und fuhr einen souveränen Sieg ohne Satzverlust ein.
Ahlhorner SV – MTV Wangersen 5:0
(11:6 11:5 12:10 11:2 11:7)
Der Ahlhorner SV hat seine Heimstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt und den MTV Wangersen mit 5:0 bezwungen. Vor eigenem Publikum ließen die Gastgeber von Beginn an keine Zweifel am verdienten Erfolg aufkommen und kontrollierten die Partie über weite Strecken. Wangersen fand hingegen nur schwer ins Spiel, leistete sich bereits in der Anfangsphase zu viele Unkonzentriertheiten und zeigte vor allem bei den Angaben ungewohnte Unsicherheiten. Die beste Chance auf einen Satzgewinn bot sich im dritten Durchgang, als der MTV bereits mit 9:7 führte. Doch Ahlhorn drehte den Satz noch und erstickte die Hoffnungen der Gäste. Danach war der Widerstand gebrochen, sodass der ASV den Sieg souverän ins Ziel brachte.







