1. Männer Bundesliga Nord – 7. Spieltag (12./13./14.06.2026.)

Foto: Uwe Spille
Verfasst am 17. Juni 2026
1. Bundesliga Nord Männer Allgemein
Auch die Hinrunde in der Männer-Bundesliga Nord konnte nach diesem Wochenende abgeschlossen werden. Der VfK 1901 Berlin sorgte dabei am Samstag mit einem Sieg gegen den leicht favorisierten Tabellennachbarn SV Moslesfehn für eine kleine Überraschung, ließ am Sonntag jedoch gegen den Ahlhorner SV unglücklich Punkte liegen und verpasste damit eine bessere Ausgangsposition für die Meisterrunde. Bei allen Partien prägten widrige Wetterverhältnisse mit böigen Winden und teils kräftigem Regen das Geschehen und erschwerten sowohl Annahme als auch Angriff deutlich. Am Ende bestätigten Brettorf, Hagen, Moslesfehn und Berlin ihre Qualifikation für die Meisterrunde, während Ahlhorn, Kellinghusen, Wangersen und Leichlingen in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen werden.
 

Ahlhorner SV – TV Brettorf        0:5         
(8:11  8:11  6:11  5:11  8:11)

Im Lokalderby setzte sich der TV Brettorf klar gegen den Ahlhorner SV durch. Beide Mannschaften nutzten die Partie, um verschiedene Aufstellungen zu testen. Brettorf verzichtete dabei auf die beiden Leistungsträger Johannes Jungclaussen und Moritz Cording, die auf der Bank blieben. Dennoch dominierten die Favoriten das Geschehen von Beginn an und zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ahlhorn setzte dagegen alle zur Verfügung stehenden Spieler ein, fand jedoch kaum Mittel gegen die stabile Abwehr und das variable Angriffsspiel der Gäste. Immer wieder gelang es Brettorf, die Punkte konsequent herauszuspielen und Druck aufzubauen. So entwickelte sich ein einseitiges Lokalderby, das der TV Brettorf souverän und ungefährdet mit 5:0 für sich entschied.
 

VfL Kellinghusen – Leichlinger TV            5:1         
(10:12  11:9  11:6  11:8  11:8  11:9)

Der VfL Kellinghusen hat sich in der Faustball-Bundesliga mit 5:1 gegen den Leichlinger TV durchgesetzt. Dabei erwischten die Gäste bei strömendem Regen den besseren Start. Vor allem Maximilian Hoverath kam mit den schwierigen Bedingungen gut zurecht und brachte seine Angaben erfolgreich durch. So sicherte sich der Tabellenletzte den ersten hart umkämpften Satz. Mit nachlassendem Regen fand jedoch auch Kellinghusen immer besser ins Spiel. Der Gastgeber gewann zunehmend die Oberhand, stand in der Defensive nun stabiler und konnte die Angriffe der Blumenstädter deutlich besser entschärfen. Mit druckvollem Angriffsspiel und einer geschlossenen Mannschaftsleistung drehte der VfL die Partie und fuhr am Ende einen verdienten Sieg ein.
 

SV Moslesfehn – VfK 1901 Berlin            3:5         
(11:6  8:11  4:11  8:11  11:9  7:11  11:8  9:11)

In einer umkämpften Partie setzte sich der VfK 1901 Berlin mit 5:3 beim SV Moslesfehn durch. Beide Mannschaften bestritten die Begegnung ohne
Auswechselspieler und mussten den schwierigen Bedingungen auf regennassem Boden trotzen. Dabei überzeugten die Berliner vor allem mit starken Abwehrleistungen. Aus einer sicheren Defensive heraus bauten sie ihre Angriffe geduldig auf und kamen immer wieder zu sehenswerten Punkten. Nach dem zwischenzeitlichen 2:4 reagierte Moslesfehn mit einer Umstellung im Angriff und zog die Mitte etwas nach vorne. Dadurch konnte Sebastian Kögel-Fideli seine Angriffe nicht mehr so erfolgreich durchbringen. Die Niedersachsen verkürzten auf 3:4 und führten im achten Satz bereits mit 9:6, vergaben diesen Vorsprung jedoch nach drei verstellten Bällen. Berlin nutzte die Chance konsequent und gewann am Ende verdient.
 

TSV Hagen 1860 – MTV Wangersen       5:1         
(11:13  11:4  11:1  11:7  11:5  11:6)

Der TSV Hagen 1860 hat sich in der Faustball-Bundesliga mit 5:1 gegen den MTV Wangersen durchgesetzt. Die Gäste mussten dabei auf ihren etatmäßigen Angreifer Nick Poppe verzichten, allerdings debütierte Sven-Luca Lattke überzeugend. Vor allem zu Beginn brachte Wangersen die Gastgeber mit druckvollen Angaben in Bedrängnis, die Hagen zunächst nicht in den Griff bekam. So sicherten sich die Gäste den ersten Satz in der Verlängerung. Anschließend fanden die 60er jedoch deutlich besser ins Spiel. Die Abwehr stabilisierte sich zunehmend, während einige angeschlagene Spieler geschont werden konnten. Mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung übernahm Hagen die Kontrolle und ließ dem Gegner in den folgenden Sätzen kaum noch Chancen. Am Ende stand ein ungefährdeter und verdienter Erfolg für den Favoriten.

 

VfK 1901 Berlin – Ahlhorner SV                1:5        
(9:11  9:11  11:5  9:11  5:11  9:11)

Der VfK 1901 Berlin konnte den Schwung aus dem erfolgreichen Vortag nicht mit in die Partie nehmen und musste sich dem Ahlhorner SV mit 1:5 geschlagen geben. Die Niedersachsen, die die Ausrichtung der Partie übernahmen, weil die Sportanlage der Berliner für Umbaumaßnahmen gesperrt ist, hatten selbst rechnerisch keine Chance mehr auf die Meisterrunde. Vielleicht genau deshalb spielten sie befreit auf und zeigten eine starke Leistung. Berlin versuchte mit verschiedenen Aufstellungen gegenzusteuern und setzte alle sieben mitgereisten Spieler ein. Gegen das hervorragend abgestimmte Zusammenspiel der Ahlhorner fanden die Hauptstädter jedoch kein wirksames Mittel. Besonders Anton Brod in Abwehr und Zuspiel sowie Jan Hermes im Angriff prägten das Spiel der Ahlhorner. Trotz des deutlichen Ergebnisses verliefen viele Sätze äußerst knapp: Vier der sechs Durchgänge endeten mit 11:9 und unterstrichen die umkämpfte Partie.
 
 
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