1. BL Süd Männer
TSV Calw und Stammheim machen den größten Schritt in Richtung Playoffs, Käfertal mit den ersten Punkten der Saison
NLV Stgt.Vaihingen : TSV Calw 1:5
(3:11 11:13 8:11 13:11 4:11 1:11)
Deutlich ging der erste Satz auf dem harten, holprigen Geläuf in Stuttgart an den Gast, der in der Abwehr auf die erfahrenen Nick Stoll und Philipp Kübler sowie rechts auf U21-Nationalspieler Ricardo Lebherz setzte. Im Angriff punktete das bewährte Duo mit Raphael Schlattinger und Markus Kraut, die häufig die Schlagarbeit paritätisch aufteilten. Bei 10:8-Führung des Favoriten im zweiten Durchgang waren die Calwer gedanklich wohl schon beim nächsten Seitenwechsel. Der NLV nutzte die Unkonzentriertheit des Gegners zu drei Ballgewinnen in Serie, ehe die Calwer sich besannen, einen Satzball abwehrten und das 2:0 eintüteten. Etwa zehn Minuten später war der TSV auf 3:0 davongezogen.
Nach der obligatorischen Zehn-Minuten-Pause stellte der NLV um: Der wieselfinke Perri Perivoitos erlief rechts vorn zahlreiche Schlattinger-Kurzangaben und auf dem stumpfen Boden war auch mit langen Schlägen fast kein Durchkommen für Calws Kapitän, zumal Robin Löwe und Linksabwehrspieler Marvin Hebecker starke Aktionen zeigten. Der NLV verkürzte. Doch auch TSV-Trainer Thomas Stoll stellte um. Philipp Kübler übernahm die zentrale Position, Marco Stoll rückte links ein. Der TSV Calw bekam nun immer mehr Oberwasser und ließ den NLV laufen. In den letzten zwei Sätzen gelangen den Stuttgartern nur noch fünf Ballgewinne. So hatten die Calwer ihren Pflichtsieg nach nur 80 Minuten eingefahren.
Nach getaner Arbeit wusste Markus Kraut (TSV Calw) auch ohne Blick auf die Tabelle: „Jetzt noch zwei Mal mit höchster Konzentration antreten. Wenn wir die beiden Spiele gegen Käfertal und Eibach am nächsten Wochenende gewinnen, sieht es richtig gut aus für unsere Teilnahme an der Meisterschafts-Endrunde.“
TV Stammheim : TV Vaihingen/Enz 5:2
(11:7 9:11 11:6 11:5 12:10 3:11 11:7)
Stammheim – das weiterhin krankheitsbedingt auf seinen Kapitän Max Gayer verzichten musste – startete im ersten Satz überlegen und abgezockt und hatte beim 11:7 Auftaktsatzerfolg keine Probleme mit dem TVV, der zwar aus sicherer Defensive, aber insgesamt zu harmlos im Angriff und zu unpräzise im Zuspiel agierte.
Mit einer deutlichen Steigerung reagierte der Gast im zweiten Durchgang, in dem sich Stammheim seinerseits einige Unkonzentriertheiten im Spielaufbau erlaubte – der 9:11 Satzverlust wäre dennoch zu vermeiden gewesen.
Konzentrierter agierte das Heimteam danach und zog durch 11:6, 11:5 und 12:10 Satzgewinne davon. Auf die 4:1 Satzführung Stammheims antwortete Vaihingen mit seinem besten Satz, und schien mit einer Systemänderung ein Mittel gefunden zu haben – ein klarer 3:11 Satzerfolg ließ nochmal Hoffnung aufkeimen.
Doch Stammheim war an diesem Tag das kompaktere und konstantere Team, und hatte insbesondere im Spielaufbau und bei der Durchschlagskraft im Angriff die besseren Argumente. Mit 11:7 brachte der TVS schließlich den 5:2 Sieg unter Dach und Fach.
In der Tabelle zog Stammheim damit am TV Vaihingen/Enz vorbei auf den dritten Rang und sichert sich bereits vor dem letzten Hinrundenspiel einen Play-Off Platz.
Beide Teams haben nun noch das Spiel gegen Verfolger NLV Vaihingen vor der Brust, der TVV reist außerdem noch zum Tabellenführer nach Pfungstadt.
TV SW-Oberndorf : TSV Pfungstadt 0:5
(9:11 5:11 9:11 4:11 4:11)
Der TV Oberndorf musste sich im vorletzten Heimspiel der Hinrunde in der 1. Bundesliga dem TSV Pfungstadt mit 0:5 geschlagen geben. Gegen den favorisierten Spitzenreiter zeigte der TVO vor allem in den Sätzen eins und drei starke Phasen, konnte die entscheidenden Ballwechsel aber nicht für sich nutzen.
Oberndorf startete mit Fabian Sagstetter und Maximilian Lutz im Angriff sowie Janne Habenstein, Robin Göttert und Robin Treuheit in der Abwehr. Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem Pfungstadt über druckvolle Angaben und Rückschläge viel Druck aufbaute. Der TVO hielt im ersten Satz stark dagegen, verteidigte mutig und brachte Sagstetter und Lutz immer wieder in gute Schlagpositionen, sodass man sich ab der Satzmitte absetzen konnte und mit 9:7 in Führung ging. Doch Pfungstadt nutzte die entscheidenden Bälle konsequenter, kam auf 9:9 heran, überholte und gewann knapp mit 11:9.
Im zweiten Durchgang übernahm der Favorit deutlicher die Kontrolle. Oberndorf hatte mehr Mühe im Spielaufbau, kam seltener zu klaren Angriffen und musste Pfungstadt nach einigen schnellen Punktserien ziehen lassen. Mit 5:11 ging auch Satz zwei an die Gäste.
Zur Mitte der Partie reagierte der TVO und brachte im dritten Satz Nicolas Bitsch für Fabian Sagstetter. Oberndorf agierte wieder mutiger, stabilisierte die Abwehr und zwang Pfungstadt häufiger in längere Ballwechsel. Besonders in diesem Satz zeigte der TVO, dass gegen den Spitzenreiter etwas möglich gewesen wäre. Doch wie schon im ersten Durchgang fehlte in der Schlussphase das letzte Quäntchen Durchschlagskraft. Pfungstadt blieb abgeklärt und entschied auch diesen Satz mit 11:9 für sich.
Im vierten Satz wechselte Oberndorf erneut: Cedric Sauter kam für Robin Göttert, zudem feierte Oliver Bauer nach langer Verletzungspause sein Comeback und ersetzte Nicolas Bitsch. Sportlich blieb Pfungstadt nun jedoch klar tonangebend. Die Gäste setzten den TVO weiter mit starken Angaben unter Druck, Oberndorf fand kaum noch dauerhaft in geordnete Spielzüge und musste mit einigen Eigenfehlern den Satz deutlich mit 4:11 abgeben
Auch im fünften Durchgang kämpfte Oberndorf weiter, fand gegen die hohe Qualität der Pfungstädter Angriffe aber kaum noch Lösungen. Diese erspielten sich eine schnelle Führung, gegen die die Hausherren nichts mehr entgegensetzen konnten. Pfungstadt spielte die Partie souverän zu Ende und machte mit einem weiteren 11:4 den 5:0-Erfolg perfekt.
TV 1880 Käfertal : TV Eibach 03 5:2
(11:5 9:11 11:5 8:11 14:12 11:3 11:9)
Der TV Käfertal sicherte sich auf der Karl-Herbst-Sportanlage seine ersten beiden Punkte der Saison. Von Beginn an entwickelte sich gegen den Aufsteiger ein intensives und umkämpftes Spiel. Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, doch mit zunehmender Spieldauer machte sich die größere Kaderbreite des TV Käfertal bemerkbar. Am Ende setzte sich das Heimteam deutlich nach drei Satzgewinnen in Folge mit 5:2 durch und belohnten sich für eine starke Schlussphase. Durch den Sieg verlässt der TVK zunächst die Abstiegsränge, muss jedoch den nächsten Auswärtsspieltag beim Tabellenzweiten TSV Calw bestreiten.
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