DM Bardowick 2026: DM-Teamvorschau Männer – Routiniers treffen auf hungrige Herausforderer

Foto: Bernhard Kaiser

MiLx. Mit dem TSV Pfungstadt, dem TSV Hagen 1860 und dem TV Brettorf stehen gleich drei Dauergäste der vergangenen Jahre bei der Deutschen Meisterschaft in Bardowick am Start. Während Calw nach fünf Jahren wieder die Endrunde erreicht hat, mussten Moslesfehn und Stammheim noch deutlich länger auf ihre Chance warten. Die Mischung aus Erfahrung und Unbekümmertheit verspricht spannende Duelle.

TSV Calw

Als Zweiter der Bundesliga Süd reist der TSV Calw gemeinsam mit seinem erfolgreichen Damenteam nach Bardowick. Nach einem holprigen Saisonstart infolge einer verkürzten Vorbereitung steigerte sich die Mannschaft kontinuierlich. Spätestens nach der Niederlage gegen Käfertal fand das Team zu seiner Stärke zurück, trotzte Pfungstadt in der Siegerrunde vier Sätze ab und gewann gegen die direkten Konkurrenten jeweils klar. Mit dem Schweizer Nationalangreifer Raphael Schlattinger und allen Leistungsträgern in Bestbesetzung wollen die Schwarzwälder mindestens eine Medaille gewinnen. Passend zur Zielsetzung begleitet sie „Champions League“ von CubaAusLibre.

SV Moslesfehn

Der SV Moslesfehn musste bis zum letzten Spieltag um die DM-Teilnahme zittern, machte die Qualifikation aber mit einem Erfolg gegen den VfK 1901 Berlin perfekt. Das Team zeigte während der Saison immer wieder sein großes Potenzial, leistete sich jedoch auch unnötige Punktverluste. „Wenn es läuft, sind wir sehr gefährlich“, sagt Hauptangreifer Florian Würdemann. Als einzige Mannschaft ohne aktuelle oder ehemalige Nationalspieler setzt Moslesfehn auf mannschaftliche Geschlossenheit, einen frühen Trainingsstart und intensive Vorbereitung. Gegen Calw soll der Traum vom Halbfinale Wirklichkeit werden.

TSV Hagen 1860

Der Titelverteidiger aus Westfalen reist mit großem Selbstvertrauen nach Bardowick. Der breite Kader mit zahlreichen aktuellen und ehemaligen Nationalspielern wurde im Saisonverlauf immer wieder erfolgreich variiert, sodass einzelne Leistungsträger gezielt geschont werden konnten. Zwar gingen vereinzelt unnötige Sätze verloren, zum Saisonende präsentierte sich Hagen jedoch wieder in Meisterform. Im Qualifikationsspiel wartet mit dem jungen TV Stammheim ein unangenehmer Außenseiter. Musikalisch bringt der TSV mit Wolfgang Petrys „Ruhrgebiet“ („Eine grüne Oase zwischen Kohle und Stahl. Wenn wir zusammen feiern, ist uns alles egal.“) seine Heimat- und Teamverbundenheit auf den Punkt.

TV Stammheim

Für den TV Stammheim ist bereits die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft ein großer Erfolg. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Kapitän und Hauptangreifer Max Gayer schien die Saison früh gefährdet. Doch vier U21-Nationalspieler um Routinier Felix Klassen führten die junge Mannschaft eindrucksvoll von Sieg zu Sieg. Verstärkt durch weitere Nachwuchskräfte und Routiniers will Stammheim nun befreit aufspielen und dem Titelverteidiger ein Bein stellen. Für die passende Stimmung sorgt die vereinseigene Hymne „Ja der TVS“.

TV Brettorf

Als souveräner Sieger der Bundesliga Nord gehört der TV Brettorf zum engsten Favoritenkreis. Nur eine Niederlage – ausgerechnet gegen den direkten Konkurrenten Hagen am letzten Spieltag – trübte eine nahezu perfekte Saison. „Lieber dieses Spiel als bei der Deutschen Meisterschaft“, kommentierte Hauptangreifer Johannes Jungclaussen augenzwinkernd. Trotz des Ausfalls von Nationalspieler Tom Hartung verfügt Brettorf über einen vielseitigen Kader und reist gemeinsam mit einer großen Fangemeinde an. Im Halbfinale wartet der Sieger der Begegnung Moslesfehn gegen Calw und hofft hier auf Rückenwind durch ihren Mannschaftssong „Der Zug hat keine Bremsen“.

TSV Pfungstadt

Ungeschlagen marschierte der TSV Pfungstadt durch die Bundesliga Süd und zählt erneut zu den Topfavoriten. Die erfahrene Mannschaft mit zahlreichen ehemaligen Nationalspielern weiß genau, worauf es bei einer Deutschen Meisterschaft ankommt. „Wir haben Bock, erneut Deutscher Meister zu werden und den Titel nach Hessen zurückzuholen“, erklärt Zuspieler Sebastian Thomas. Während der Saison waren personelle Umstellungen gefragt, zum Saisonhöhepunkt stehen jedoch alle Leistungsträger bereit. Im zweiten Halbfinale trifft Pfungstadt auf den Sieger der Partie Hagen gegen Stammheim. Mit Queens „Don’t Stop Me Now“ unterstreichen die Hessen ihre selbstbewusste Marschroute.

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