1. Männer Bundesliga Nord & Süd – 4. Spieltag

Foto: Bernhard Kaiser

1. BL Männer Nord – 14./16.05.2026 – 4. Spieltag

(MiLx.) Hagen und Brettorf setzen sich an der Tabellenspitze weiter ab, Leichlingen wartet nach bereits 5 Durchgängen noch auf die ersten Punkte. Das Mittelfeld bleibt dicht zusammen. Nach 3-wöchiger Pause wird die Hinrunde erst Anfang Juni fortgesetzt. Dann wird es auch zum Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Brettorf und Verfolger Hagen kommen.
 

Leichlinger TV – TSV 1860 Hagen      0:5         
(4:11  8:11  6:11  4:11  1:11)

Beim Spiel zwischen Leichlingen und Hagen setzte sich der Favorit deutlich mit 5:0 Sätzen durch. Trotz widriger Wetterbedingungen zeigte Hagen eine souveräne Leistung und ließ dem Tabellenschlusslicht aus Leichlingen keine Chance. Die Gastgeber fanden zu keiner Zeit ins Spiel und konnten kaum Druck aufbauen. Hagen hingegen agierte konzentriert und effizient, ohne dabei an seine Leistungsgrenze gehen zu müssen. So reichte eine solide Vorstellung, um die Partie klar zu dominieren und die Punkte verdient mit nach Hause zu nehmen.

TV Brettorf – VfK 1901 Berlin     5:0         
(11:2  12:10  11:9  11:8  11:5)

Im Duell zwischen Brettorf und dem Tabellendritten aus Berlin setzte sich der Tabellenführer eindrucksvoll durch. Der erste Satz ging klar an die Gastgeber, doch Berlin zeigte im zweiten Durchgang Kampfgeist, wehrte einen Satzball ab, brachte sich jedoch durch zwei Angabenfehler selbst um den Lohn. Auch im dritten Satz starteten die Gäste stark und führten schon 9:5, konnten jedoch dann mehrere Satzbälle nicht nutzen. Die starke Abwehr der Niedersachsen drehte den Satz. In der Folge ließ die Moral der Berliner nach, während Brettorf die Partie souverän zu Ende spielte.

MTV Wangersen – VfL Kellinghusen      4:5         
(12:10  10:12  11:8  12:10  5:11  7:11  6:11 11:9  9:11)

In einem hart umkämpften Spiel setzte sich Kellinghusen knapp mit 5:4 gegen Wangersen durch. Die Partie war geprägt von ständig wechselnden Satzgewinnen und äußerst knappen Ergebnissen. Fünf der neun Sätze endeten mit nur zwei Bällen Unterschied, drei davon sogar erst in der Verlängerung. Kellinghusen hatte Schwierigkeiten in der Abwehr, hielt sich jedoch dank präziser Angaben im Spiel. Ein Wechsel auf der Angreiferposition nach dem 4. Satz brachte zusätzliche Stabilität. Am Ende sicherten sich die Gäste aus Schleswig-Holstein etwas glücklich den Sieg gegen den Bundesliga-Neuling.

SV Moslesfehn – Leichlinger TV       5:2         
(11:6  11:13  11:5  6:11  11:6  11:8  11:6)

Moslesfehn setzte sich gegen die bisher sieglosen Leichlinger durch. Die ersatzgeschwächten Gäste traten ohne große Wechseloptionen an, zeigten jedoch eine mutige Leistung. Mittelmann Maximilian Hoverath übernahm im Angriff Verantwortung und überzeugte, während die Abwehr phasenweise anfällig blieb. Der ständig drehende Wind erschwerte beiden Teams das Spiel. Auch Moslesfehn musste mit nur fünf Spielern auskommen, fand jedoch trotz ungewohnter Aufstellung schneller seinen Rhythmus. Leichlingen hielt zwischenzeitlich gut dagegen, konnte die Schwächen in der Defensive aber nicht kompensieren. Am Ende belohnte sich Moslesfehn für die stabilere Gesamtleistung mit einem verdienten Sieg.
 
 
 

1. BL Männer Süd – 4 Teams im Süden positionieren sich an der Tabellenspitze und haben die Meisterschaftsplayoffs im Blick

TSV Pfungstadt – TV Stammheim: Hochklassiges Duell auf Augenhöhe

TSV Pfungstadt : TV Stammheim     5:1      
(9:11      15:14    11:5      11:6      11:8      11:9)

(AG) Mit dem TV Stammheim stellte sich am Vatertag auf dem Sportplatz in Pfungstadt eine junge, ambitionierte Mannschaft vor, die klar das Ziel verfolgt, die Saison im oberen Tabellendrittel abzuschließen. Entsprechend entwickelte sich von Beginn an eine äußerst intensive und enge Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten. Erst Mitte des zweiten Satzes ging der TSV zum erstmals in Führung.

Das Spiel wogte über weite Strecken hin und her. Stammheim präsentierte sich insbesondere in den ersten drei Sätzen in beeindruckender Verfassung. Eine herausragende Defensive, kombiniert mit einer sehr hohen Angabenquote und variablen Angriffsaktionen – häufig gezielt ins Halbfeld oder auf die gegnerischen Angreifer – stellte den TSV Pfungstadt immer wieder vor große Herausforderungen.

Der Druck, den der TV Stammheim aufbaute, war so hoch, dass sich der Pfungstädter Trainer bereits früh gezwungen sah, Anpassungen in der Defensive vorzunehmen und mit Rotationen zu reagieren. Dennoch blieb die Begegnung über lange Zeit völlig offen.

Am Ende setzte sich der Favorit aus Pfungstadt durch – ein Umstand, der nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen sein dürfte, dass bei Stammheim im weiteren Spielverlauf die Kräfte etwas nachließen. Bis dahin hatte das Team jedoch eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welches Potenzial in ihm steckt.

Unterm Strich sahen die Zuschauer eine äußerst unterhaltsame Partie auf sehr hohem Niveau. Trotz schwieriger äußerer Bedingungen – ein tiefer Platz sowie wechselhafte Windverhältnisse – zeigten beide Mannschaften Faustball auf Topniveau.

TV Vaihingen/Enz – TV Eibach: Souveräner Heimsieg am Vatertag

TV Vaihingen/Enz  :  TV Eibach 03    5:1        
(11:1      11:5      11:7      11:6      10:12    11:5)

Auch der TV Vaihingen/Enz absolvierte am Vatertag seine Heimpartie gegen den TV Eibach und wurde dabei seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Über weite Strecken der Begegnung ließ Vaihingen nichts anbrennen.

Der TVE fand nur selten wirklich Zugriff auf das Spiel, während Vaihingen konsequent sein Spiel durchzog und sowohl im Angriff als auch in der Defensive die Kontrolle behielt. Lediglich im fünften Satz konnte sich der TV Eibach noch einmal aufbäumen und diesen in einer engen Schlussphase knapp für sich entscheiden.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Gastgeber war dabei die Tiefe des Kaders. Der TV Vaihingen/Enz nutzte seine Möglichkeiten konsequent, rotierte auf mehreren Positionen und brachte sämtliche Spieler zum Einsatz, ohne dass ein Bruch im Spiel erkennbar war. Diese Variabilität und Stabilität unterstreichen die aktuell starke Verfassung der Mannschaft.

Mit dieser überzeugenden Leistung positioniert sich der TV Vaihingen/Enz derzeit auf einem hervorragenden zweiten Tabellenplatz und gehört damit klar zur Spitzengruppe der Liga.

TSV Calw – TV Schweinfurt-Oberndorf: Stark gekämpft, aber unbelohnt

TSV Calw  : TV SW-Oberndorf          5:2      
(11:8      15:13    10:12    11:7      7:11      11:7      11:2)

Der TV Schweinfurt-Oberndorf hat in der 1. Bundesliga auswärts beim TSV Calw eine engagierte und phasenweise hochklassige Leistung gezeigt, musste sich am Ende jedoch mit 2:5 geschlagen geben. Das Ergebnis fällt dabei deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken widerspiegelte, denn insbesondere in den ersten drei Sätzen begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe.

Unter schwierigen Bedingungen mit starkem Wind entwickelte sich früh eine intensive Partie, in der der TVO immer wieder stabile Annahmen und einen strukturierten Spielaufbau zeigen konnte. Dennoch erwischte der TSV Calw den etwas besseren Start und sicherte sich den ersten Satz mit 11:8.

Im zweiten Durchgang steigerte sich Oberndorf deutlich und lieferte sich mit den Gastgebern ein hochklassiges Duell. Beim Zwischenstand von 8:4 schien der TVO auf einem guten Weg, musste jedoch den Ausgleich hinnehmen. In einer spannenden Verlängerung hatte Oberndorf mehrere Chancen, den Satz für sich zu entscheiden, doch Calw zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter und gewann knapp mit 15:13. Für den TVO besonders bitter, da spielerisch ein Satzgewinn durchaus verdient gewesen wäre.

Der dritte Satz brachte schließlich die verdiente Belohnung für den hohen Aufwand. Oberndorf agierte stabil in der Abwehr, variabel im Spielaufbau und konsequenter im Abschluss. Mit großem Einsatz und der nötigen Entschlossenheit sicherte sich der TVO den Satz mit 12:10 und verkürzte auf 1:2.

Vor dem vierten Durchgang musste Oberndorf personell reagieren: Für den angeschlagenen Habenstein kam Robin Göttert in die Partie. Die neu formierte Defensive benötigte jedoch etwas Zeit zur Abstimmung, was Calw konsequent ausnutzte. Mit druckvollen Angaben und stabilem Angriffsspiel entschieden die Gastgeber den Satz mit 11:7 für sich und gingen mit 3:1 in Führung.

Im fünften Satz setzte Oberndorf ein weiteres Zeichen. Der TVO präsentierte sich wieder deutlich stabiler, brachte mehr Druck in die Offensive und verteidigte mit großem Einsatz. Mit 11:7 gelang der erneute Anschluss zum 2:3 – die Partie war wieder offen.

Doch Calw zeigte im Anschluss seine Klasse. Im sechsten Satz erhöhte der TSV die Schlagzahl, setzte Oberndorf mit variablen und präzisen Angriffen unter Druck und nutzte kleinere Ungenauigkeiten konsequent aus. Trotz großem Kampf musste sich der TVO mit 7:11 geschlagen geben.

Im siebten Satz schließlich ließen bei Oberndorf sichtbar die Kräfte nach. Während Calw nahezu fehlerfrei agierte, fand der TVO keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Mit 11:2 entschieden die Gastgeber den letzten Durchgang deutlich für sich und machten den 5:2-Heimsieg perfekt.

Trotz der Niederlage bleibt festzuhalten, dass der TV Schweinfurt-Oberndorf über lange Strecken eine sehr starke Leistung zeigte und dem favorisierten TSV Calw alles abverlangte. Besonders die ersten drei Sätze unterstrichen, dass der TVO in der Liga absolut konkurrenzfähig ist. Dennoch bleibt der Ertrag erneut aus, sodass der Blick nun klar in Richtung Abstiegskampf geht.

NLV Stuttgart-Vaihingen – TSV Pfungstadt: Favorit steigert sich im Spielverlauf

NLV Stgt.Vaihingen  :  TSV Pfungstadt    1:5        
(10:12    3:11      13:11    2:11      8:11      7:11)

Auch im zweiten Spiel des Wochenendes war der TSV Pfungstadt beim NLV Stuttgart-Vaihingen gefordert und zeigte gegen die jungen, ambitionierten Gastgeber eine insgesamt ansprechende Leistung.

Der Einstieg in die Partie gestaltete sich jedoch alles andere als einfach. Der erste Satz verlangte dem Favoriten Schwerstarbeit ab und blieb bis in die Schlussphase hinein völlig offen. Vaihingen präsentierte sich äußerst engagiert, überzeugte mit starken Angaben sowie einer stabilen Defensive und setzte den TSV immer wieder unter Druck. Unter schwierigen äußeren Bedingungen mussten beide Mannschaften ihr Spiel entsprechend anpassen. Schließlich setzte sich Pfungstadt im ersten Durchgang knapp mit 12:10 durch.

Im weiteren Verlauf fand der TSV zunehmend besser in die Partie. Mit mehr Kontrolle im Spielaufbau und wachsender Sicherheit in Annahme und Angriff gelang es den Gästen, die folgenden Sätze weitgehend zu dominieren und souverän zu gestalten. Dennoch blieb Vaihingen über die gesamte Spielzeit hinweg ein unangenehmer Gegner, der nie aufsteckte und immer wieder seine Qualität aufblitzen ließ.

Der dritte Satz stellte dabei noch einmal eine Ausnahme dar: In einem intensiven und umkämpften Durchgang gelang dem NLV Stuttgart-Vaihingen ein kleiner Kraftakt, den sie mit 13:11 für sich entscheiden konnten.

Unterm Strich bestätigte der TSV Pfungstadt jedoch seine Favoritenrolle und brachte die Partie nach den anfänglichen Schwierigkeiten zunehmend sicher unter Kontrolle. Die Begegnung bot trotz der anspruchsvollen Platzverhältnisse unterhaltsamen Faustballsport.

TV 1880 Käfertal – TV Stammheim: Deutliche Reaktion nach Auswärtsniederlage

TV 1880 Käfertal :  TV Stammheim      1:5      
(7:11      5:11      11:8      8:11      7:11      5:11)

In der zweiten Auswärtspartie des Wochenendes zeigte der TV Stammheim die richtige Reaktion auf die zuvor erlittene Niederlage und wandelte diese auf der Anlage des TV 1880 Käfertal in einen überzeugenden 5:1-Erfolg um.

Stammheim begann mit derselben Formation, die bereits zwei Tage zuvor im Einsatz war, und präsentierte sich von Beginn an deutlich stabilisiert. Über weite Strecken dominierte das Team die Partie und ließ dem Gastgeber nur wenig Raum zur Entfaltung. Die Satzergebnisse fielen entsprechend klar aus, was die Überlegenheit des TV Stammheim an diesem Tag unterstreicht.

Der TV Käfertal hatte insbesondere große Schwierigkeiten, die kompakte Defensive sowie das variable Angriffsspiel der Gäste unter Kontrolle zu bringen. Stammheim agierte konsequent, setzte den Gegner mit druckvollen Aktionen immer wieder unter Zugzwang und ließ kaum längere Druckphasen des TVK zu.

Mit diesem Erfolg untermauert der TV Stammheim seine Ambitionen und rangiert aktuell auf einem starken vierten Tabellenplatz. Gleichzeitig zeichnet sich in der Liga zunehmend eine Zweiteilung ab: Die ersten vier Mannschaften setzen sich aktuell vom restlichen Feld ab, während die Plätze fünf bis acht bereits etwas an Boden verloren haben.

Nach dem intensiven Doppelspieltagen steht nun eine rund zweiwöchige Pause an, die für Lehrgänge und Maßnahmen der Kader genutzt wird. Weiter geht es am Wochenende des 30./31. Mai, an dem die nächsten richtungsweisenden Begegnungen auf dem Programm stehen.

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