1. Männer Bundesliga Nord & Süd – 5./6. Spieltag

Foto: Bernhard Kaiser

1.BL Nord Männer – Brettorf gewinnt das Spitzenspiel gegen Hagen 

Am vorletzten Spielwochenende der Hinrunde in der 1. Bundesliga Nord wurden bereits wichtige Weichen für den weiteren Saisonverlauf gestellt. Der TV Brettorf verteidigte mit dem Sieg im Spitzenspiel gegen den TSV Hagen 1860 die Tabellenführung und untermauerte seine Ambitionen auf den Staffelsieg. Der SV Moslesfehn machte mit zwei Erfolgen die Qualifikation für die Meisterrunde vorzeitig perfekt. Der Ahlhorner SV sammelte mit seinem Auswärtssieg in Leichlingen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und hält gleichzeitig den Anschluss an die Plätze für die Meisterrunde.
 

MTV Wangersen – SV Moslesfehn         0:5         
(9:11  7:11  14:15  8:11  8:11)

Der MTV Wangersen musste sich im Heimspiel dem SV Moslesfehn mit 0:5 geschlagen geben. Das Ergebnis fällt deutlicher aus, als es der Spielverlauf vermuten lässt. Vier der fünf Sätze wurden erst in der Schlussphase entschieden. Wangersen hielt in jedem Durchgang lange mit und bot dem favorisierten Gegner über weite Strecken Paroli. Allerdings schlichen sich immer wieder kleinere Unsicherheiten in der Abwehr ein. Dadurch war die Mannschaft gezwungen, im Zuspiel und Angriff ein höheres Risiko einzugehen. Moslesfehn präsentierte sich dagegen auf allen Positionen in guter Form und agierte sehr abgeklärt. So behielten die Gäste meist die Oberhand oder zumindest den Anschluss und entschieden insbesondere die beiden letzten Sätze mit kleinen Miniserien für sich.
 

TSV Hagen 1860 – Ahlhorner SV       5:0         
(11:6  11:5  11:8  11:5  11:9)

Der TSV Hagen 1860 hat seine Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigt und den Ahlhorner SV mit 5:0 besiegt. Trotz des klaren Ergebnisses konnten die Gäste aus Ahlhorn über weite Strecken mithalten und zeigten eine ansprechende Leistung. Immer wieder gelang es ihnen, den Gastgeber vor Herausforderungen zu stellen und phasenweise ausgeglichene Satzverläufe zu gestalten. Letztlich setzte sich jedoch die größere Qualität und Konstanz des TSV Hagen durch. Die Gastgeber agierten souverän, kontrollierten das Geschehen und ließen zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Dabei nutzte Hagen die Gelegenheit, verschiedene Aufstellungen auszuprobieren und allen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Am Ende stand ein ungefährdeter und verdienter Pflichtsieg für den amtierenden Deutschen Meister.
 

TV Brettorf – VfL Kellinghusen       5:0         
(11:6  11:8  12:10  11:2  11:9)

Der TV Brettorf feierte einen ungefährdeten 5:0-Erfolg gegen den VfL Kellinghusen. Dabei mussten die Gastgeber auf ihren beruflich verhinderten Kapitän Hauke Spille verzichten. In der Mitte übernahm Tom Hartung seine Position, unterstützt von Moritz Cording und Alvaro Englert in der Abwehr. Im Angriff begannen Hauke Rykena und Lorenz Neu, ehe nach der Pause Johannes Jungclaussen ins Spiel kam. Zudem durfte sich Bastian Steenken aus der eigenen U18 über seinen ersten Bundesligaeinsatz freuen. Auch Kellinghusen trat in veränderter Formation an, da Sascha Heidrich krankheitsbedingt geschont wurde. Die Gäste fanden jedoch deutlich schwerer ins Spiel und konnten lediglich über die starken Angaben von Jannis Wethling Akzente setzen. Brettorf kontrollierte die Partie und gewann auch in dieser Höhe verdient.
 

Leichlinger TV – Ahlhorner SV       1:5         
(5:11  5:11  5:11  11:7  8:11  5:11)

Im Duell zweier Mannschaften, die wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigten, setzte sich der Ahlhorner SV beim Leichlinger TV deutlich mit 5:1 durch. Die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent und belohnten sich mit einem verdienten Erfolg. Durch den Sieg wahrt der ASV sogar noch eine rechnerische Chance auf die Teilnahme an der Meisterrunde. Leichlingen hingegen blieb vieles schuldig. Die Gastgeber, die weiterhin auf ihren Hauptangreifer verzichten müssen, ließen das erwartete Aufbäumen vermissen und konnten dem Spiel nur selten ihren Stempel aufdrücken. Nachlässigkeiten in allen Mannschaftsteilen begünstigten den Erfolg der Gäste zusätzlich. Damit bleibt der Leichlinger TV weiterhin sieglos am Tabellenende und steht zunehmend unter Druck.
 

SV Moslesfehn – VfL Kellinghusen       5:1         
(11:9  11:7  11:6  12:10  6:11  11:8)

Der SV Moslesfehn hat seine starke Form der vergangenen Wochen bestätigt und den VfL Kellinghusen deutlich mit 5:1 besiegt. Die Gastgeber knüpften nahtlos an ihre konstanten Leistungen der letzten Spiele an und kontrollierten die Begegnung über weite Strecken. Kellinghusen trat zwar wieder in gewohnter Aufstellung an, konnte daraus jedoch keinen entscheidenden Vorteil ziehen. Immer wieder brachten sich die Gäste durch Stockfehler in allen Mannschaftsteilen selbst um mögliche Erfolgserlebnisse. Dadurch gelang es ihnen nur selten, Druck auf den SV Moslesfehn auszuüben. Die Gastgeber nutzten die Unsicherheiten konsequent aus und fuhren einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg ein. Der VfL Kellinghusen findet sich damit im Kampf gegen den Abstieg wieder.
 

TSV Hagen 1869 – TV Brettorf       2:5         
(7:11  8:11  11:9  7:11  11:8  11:13  6:11)

Mit großer Spannung wurde das Duell der beiden bislang ungeschlagenen Nord-Favoriten erwartet. Trotz durchwachsenen Wetters verfolgten knapp 100 Zuschauer in der Arena die Partie zwischen dem TSV Hagen 1860 und dem TV Brettorf, während im Livestream in der Spitze 100 weitere Fans einschalteten. Beide Mannschaften hatten mit dem tiefen Boden und wechselnden Windverhältnissen zu kämpfen. Die Gäste aus Brettorf fanden jedoch schneller zu ihrem Spiel und konnten den schwierigen Bedingungen besser trotzen. Angeführt vom sowohl defensiv als auch offensiv herausragenden Johannes Jungclaussen drückte Brettorf der Begegnung früh seinen Stempel auf. Hagen fand kein nachhaltiges Mittel gegen die kompakt auftretenden Gäste, die sich den verdienten Erfolg sicherten.
 

MTV Wangersen – VfK 1901 Berlin       2:5         
(9:11  6:11  11:8  11:8  5:11  7:11  8:11)

Der MTV Wangersen musste sich auch im Heimspiel gegen den VfK 1901 Berlin mit 2:5 geschlagen geben. Der Aufsteiger hatte erneut mit personellen Problemen zu kämpfen und musste auf gleich drei verletzte Spieler verzichten. Dennoch zeigte die Mannschaft großen Einsatzwillen und hielt über weite Strecken engagiert dagegen. Vor allem gegen die zahlreichen kurz gespielten Bälle der Gäste fanden die Gastgeber jedoch kein wirksames Mittel. Zudem kam Berlin mit den nassen und windigen Bedingungen deutlich besser zurecht und konnte daraus immer wieder Vorteile ziehen. Die Hauptstädter agierten insgesamt abgeklärter und nutzten ihre Chancen konsequent. Mit dem verdienten Auswärtssieg festigte der VfK 1901 Berlin seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte und damit seine Chancen auf die Meisterrunde.
 
Spannung verspricht nun der letzte Hinrundenspieltag. Ahlhorn trifft zunächst auf Spitzenreiter Brettorf und anschließend auf den direkten Konkurrenten VfK Berlin. Die Berliner messen sich zuvor mit Moslesfehn. Je nach Ausgang dieser Begegnung könnte das direkte Duell zwischen Berlin und Ahlhorn zu einem echten Endspiel um den Einzug in die Meisterrunde werden.
 
 

1.BL Nord Süd – Hinrunde abgeschlossen: TV Stammheim sichert sich den zweiten Tabellenplatz und damit für die Qualirunde zwei Heimspiele 

TV Eibach 03 – TV SW-Oberndorf       2:5            
(7:11   11:9   14:15   8:11   3:11   11:9   7:11)

Der TVO fand gut in die Partie, stand defensiv sehr aufmerksam und brachte seine beiden Angreifer immer wieder in gute Rückschlagpositionen. Der Lohn dafür war ein klarer 11:7-Satzgewinn. Im zweiten Satz reagierte der TV Eibach, erhöhte den Druck sowohl in der Angabe als auch im Rückschlag und zwang den TVO zu Fehlern. In der Folge musste der TVO diesen Durchgang knapp mit 9:11 abgeben. Ab dem dritten Satz setzte sich jedoch die größere Kaderbreite des TVO zunehmend durch. Durch konsequentes Durchwechseln konnte das Niveau konstant hochgehalten werden. Zwar ging noch ein weiterer Satz verloren, insgesamt ließ der TVO jedoch wenig Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen und sicherte sich am Ende einen souveränen 5:2-Erfolg.

TSV Calw – TV 1880 Käfertal        2:5            
(9:11   11:8   11:8   14:15   6:11   7:11   2:11)

Der TSV Calw musste auf heimischer Anlage dem TV Käfertal die Punkte überlassen und verpasste durch die durchaus überraschende Niederlage die Möglichkeit, sich weiter von der Konkurrenz in der Tabelle abzusetzen. Ausschlaggebend war vor allem das druckvolle Angriffsspiel des TV Käfertal, das erstmals in dieser Runde in Bestbesetzung antrat und den Gastgeber immer wieder unter Druck setzte. Ein kurzes Resümee zog Calws Schlagmann Rafael Schladminger: „Es gibt Tage, an denen läuft es einfach nicht. Wir sind heute aber auch am druckvollen Angriffsspiel des TV Käfertal gescheitert.“

TV Vaihingen/Enz – NLV Stgt.Vaihingen       5:2            
(11:8   11:6    11:6   14:15   7:11   11:5    11:8)

Im Duell der Namensvettern zwischen dem TV Vaihingen/Enz und dem NLV Vaihingen entwickelte sich über weite Strecken eine Partie auf Augenhöhe. Die einzelnen Sätze waren durchweg umkämpft, beide Mannschaften begegneten sich mit hoher Intensität und lieferten sich zahlreiche enge Ballwechsel. Am Ende konnte sich jedoch der TV Vaihingen/Enz mit 5:2 durchsetzen. Ausschlaggebend war vor allem die größere Konstanz in den entscheidenden Spielphasen. Unterm Strich steht eine geschlossene Mannschaftsleistung des TV Vaihingen/Enz, der sich damit nicht nur verdient die Punkte sondern auch Tabellenplatz vier sicherte.

TV Eibach 03 – TSV Calw         0:5            
(5:11   8:11   9:11   10:12   4:11)                                      

Der TSV Calw zeigte sich auswärts beim TV Eibach gut erholt von der überraschenden Heimniederlage und betrieb souverän Wiedergutmachung. Von Beginn an bestimmte der TSV das Geschehen und ließ dem Gastgeber nur selten Raum zur Entfaltung. Lediglich in zwei Sätzen konnte der TV Eibach phasenweise auf Augenhöhe agieren und leichte Hoffnung schöpfen. Insgesamt blieb die Partie jedoch klar in der Hand der Gäste. Am Ende stand ein deutliches und ungefährdetes 5:0 für den TSV Calw, der damit ein klares Ausrufezeichen setzte.

TSV Pfungstadt – TV Vaihingen/Enz         5:3            
(12:10   7:11    11:5    8:11    11:4    11:7    9:11    11:4)

Der TSV Pfungstadt hatte auf heimischer Anlage ein hartes Stück Arbeit vor sich. Der TV Vaihingen/Enz kämpfte mit großem Einsatz und hielt die Partie über weite Strecken offen. Für die Gäste ging es dabei nicht nur um wichtige Punkte, sondern auch um die Chance, sich in der Tabelle noch weiter nach vorne zu schieben und möglicherweise vom vierten auf den dritten Platz vorzurücken. Entsprechend intensiv und umkämpft entwickelte sich die Begegnung. Pfungstadt trat dabei mit einem leicht dezimierten Kader an, zeigte jedoch dennoch die gewohnte Qualität und Variabilität. Die Zuschauer sahen eine äußerst unterhaltsame und spannende Partie, in der sich am Ende die größere Konstanz des TSV Pfungstadt durchsetzt. Nach insgesamt acht Sätzen konnten sich die Gastgeber knapp mit 5:3 behaupten.

TV SW-Oberndorf – TV 1880 Käfertal       5:2            
(11:6   7:11    11:9    11:5    11:9    6:11    11:6)

Am Sonntag wollte der TV Schweinfurt-Oberndorf auf heimischer Anlage die Auswärtspunkte vom Spieltag in Eibach vergolden. Mit dem TV Käfertal wartete jedoch ein äußerst unangenehmer Gegner, der den Gastgebern vieles abverlangte. In einer intensiven und phasenweise engen Partie setzte sich der TV Schweinfurt-Oberndorf letztlich durch und sicherte sich einen 5:2-Erfolg. Damit konnte das Team an diesem Wochenende zwei wichtige Siege einfahren.

TV Stammheim – NLV Stgt.Vaihingen           5:0            
(13:11    12:10    11:9    11:7    11:6)

Der TV Stammheim konnte seine Heimpartie gegen den NLV Stuttgart-Vaihingen klar mit 5:0 für sich entscheiden. Das Ergebnis fällt jedoch deutlicher aus, als es der Spielverlauf insbesondere in den ersten drei Sätzen vermuten lässt. Diese waren jeweils hart umkämpft und wurden lediglich mit zwei Punkten Unterschied entschieden. Stammheim zeigte dabei die größere Konstanz in den entscheidenden Ballwechseln und nutzte seine Chancen konsequent. Im weiteren Verlauf konnte sich der TV Stammheim dann deutlicher absetzen und den Sieg souverän nach Hause bringen. Durch diesen Erfolg verbessert sich der TV Stammheim auf den zweiten Tabellenplatz und schafft sich damit eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um die Qualifikation zur DM in Bardowick.

Vorschau:

In der oberen Tabellenhälfte stehen nach der zweiwöchigen Pause zwei richtungsweisende Partien an. Gelingt es dem TSV Pfungstadt, seine Auswärtspartie beim TV Vaihingen/Enz in einen Sieg umzumünzen, dürfte dem Spitzenreiter die Südmeisterschaft nicht mehr zu nehmen sein.

In der zweiten Begegnung treffen mit dem TV Stammheim und dem TSV Calw zwei direkte Konkurrenten aufeinander. Der Ausgang dieser Partie ist völlig offen. Bereits das Hinspiel konnte der TSV Calw nach großem Kampf denkbar knapp mit 5:4 für sich entscheiden. Der TV Stammheim wird alles daransetzen, diesmal als Sieger vom Platz zu gehen und seine gute Ausgangsposition weiter zu festigen. Entsprechend darf im direkten Duell ein intensives und spannendes Spiel auf Augenhöhe erwartet werden.

Unterm Strich versprechen beide Begegnungen hochklassigen Faustball und dürften richtungsweisend für die endgültige Tabellenkonstellation im oberen Paarkreuz sein.

Auch in der unteren Tabellenhälfte stehen zwei richtungsweisende Partien an.

Der TV Schweinfurt-Oberndorf empfängt auf eigener Anlage den NLV Stuttgart-Vaihingen. Für beide Mannschaften geht es um entscheidende Punkte im Kampf um den Klassenerhalt – der Sieger dieser Begegnung hat sich eine sehr gute Ausgangsposition gesichert und dem Verbleib in der 1. Bundesliga Süd in trockenen Tüchern

Parallel dazu tritt der TV Käfertal vor heimischem Publikum gegen den TV Eibach an. Sollten die Mannheimer die Punkte auf eigener Anlage behalten, würde sich die Situation im Tabellenkeller klären der TVK und der TV Eibach würden absteigen.

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