1. Männer Bundesliga Nord & Süd – 3. und letzter Rückrundenspieltag

Foto: Uwe Spille

1. Bundesliga Nord Männer

MiLx. SV Moslesfehn sicherte sich am letzten Spieltag der Nord-Bundesliga hinter Brettorf und Hagen noch das Ticket für die Deutsche Meisterschaft in Bardowick.

An der Reihenfolge der beiden Abstiegsplätze änderte sich zum Saisonfinale nichts mehr.

Siegerrunde

Mit großer Spannung wurde vor allem die Begegnung zwischen dem punktgleichen Tabellendritten SV Moslesfehn und dem Verfolger VfK 1901 Berlin erwartet, denn nur der Sieger konnte sich das letzte Ticket für die Deutsche Meisterschaft in Bardowick sichern. Beide Teams gingen entsprechend konzentriert in die Partie und lieferten sich ein intensives Duell auf Augenhöhe, in dem jeder Satz entscheidenden Charakter hatte. Anschließend stand das abendliche Spitzenspiel zwischen dem TV Brettorf und dem TSV Hagen 1860 auf dem Programm. Diese Begegnung hatte für die Tabelle keine Bedeutung mehr, war jedoch eine Frage der Ehre und bot den Zuschauern nochmal hochklassigen Faustballsport

SV Moslesfehn – VfK 1901 Berlin         5:2         
(9:11  11:5  11:8  6:11  11:3  11:7  15:14)

In einem hochspannenden Duell um das Ticket zur Deutschen Meisterschaft in Bardowik setzte sich der SV Moslesfehn mit 5:2 gegen den VfK 1901 Berlin durch. Vor rund 100 begeisterten Zuschauern vor Ort (und nochmal rund 50 auf Twitch) entwickelte sich ein wahrer Krimi.
Trotz eines starken Starts der Gastgeber sicherten sich die Berliner nervenstark mit dem dritten Satzball den ersten Satz. Moslesfehn antwortete prompt, glich aus und ging anschließend mit einer 2:1-Satzführung in die Pause. Die Hauptstädter kamen konzentrierter zurück und erzwangen den erneuten Ausgleich zum 2:2. Im Anschluss drehten die Oldenburger jedoch auf und zogen mit zwei deutlichen Satzgewinnen (11:3, 11:7) auf 4:2 davon.
Der finale Satz bot bei stärker einsetzendem Regen dramatische Szenen: Berlin erkämpfte sich fünf Satzbälle, konnte den Sack jedoch nicht zumachen. Moslesfehn bewies die stärkeren Nerven, verwandelte den zweiten Matchball zum 15:14 und feierte damit den verdienten Sieg sowie die erfolgreiche Qualifikation für die DM.

TV Brettorf – TSV Hagen 1860        1:5         
(9:11  11:7  7:11  10:12  6:11  4:11)

Vor dem letzten Spitzenspiel der Nordliga stand der TV Brettorf bereits als Nordmeister fest. Dank des überragenden Satzverhältnisses war den Gastgebern der Titel nicht mehr zu nehmen. Dennoch wollten sich beide Teams vor 220 Zuschauern (plus rund 40 auf Twitch) im Duell der Top-Favoriten noch einmal für die Deutsche Meisterschaft empfehlen. Nachdem Brettorf das Hinspiel in Hagen klar mit 5:2 gewonnen hatte, gelang dem TSV Hagen 1860 nun die Revanche. Mit einem überzeugenden 5:1-Erfolg unterstrichen die Gäste ihre Titelambitionen und profitierten dabei auch von ungewohnt vielen Eigenfehlern der Gastgeber. Beide Mannschaften nutzten die Gelegenheit, nahezu ihren gesamten Kader einzusetzen, ohne dass der Spielfluss oder die Qualität der Partie darunter litten.
 

Verliererrunde

In der unteren Tabellenhälfte standen die beiden Absteiger Leichlinger TV und MTV Wangersen bereits vor dem letzten Spieltag fest, lediglich die Reihenfolge im Tabellenkeller hätte sich im Fernduell noch verschieben können, da der Satzabstand nur zwei Sätze betrug. Beide Teams mussten jedoch klare 0:5-Niederlagen hinnehmen, sodass sich an der Situation nichts mehr änderte. Damit blieb die Rote Laterne weiterhin in Leichlingen.

Leichlinger TV – Ahlhorner SV         0:5         
(7:11  8:11  8:11  8:11  10:12)

Der Leichlinger TV musste sich auch am letzten Spieltag der Saison dem Ahlhorner SV klar mit 0:5 geschlagen geben. Die Gäste wurden ihrer Favoritenrolle erneut gerecht und bestätigten eindrucksvoll, dass ihr auf Antrag genehmigter Verbleib in der Bundesliga sportlich absolut verdient war. Zwar hielten die Gastgeber phasenweise gut mit und gestalteten einzelne Satzabschnitte ausgeglichen, doch in den entscheidenden Momenten setzte sich die größere Qualität der Ahlhorner durch. So blieb Leichlingen trotz engagierter Leistung erneut ohne Satzgewinn und damit auch ohne Punkte. Gleichzeitig verpasste das Team die Chance, die beiden fehlenden Sätze auf Wangersen aufzuholen und diese damit hinter sich zu lassen.

VfL Kellinghusen – MTV Wangersen      5:0         
(11:8  11:8  11:4  11:9  13:11)

Der VfL Kellinghusen verabschiedete sich mit einem souveränen 5:0-Erfolg gegen den MTV Wangersen aus der Bundesligasaison. Die Gäste hatten über die gesamte Spielzeit großes Verletzungspech zu verkraften und mussten auch am letzten Spieltag auf mehrere Nachwuchsspieler zurückgreifen, um überhaupt eine spielfähige Mannschaft stellen zu können. Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen zeigte Wangersen eine engagierte Leistung und hielt in vielen Ballwechseln gut mit. In den entscheidenden Phasen fehlte jedoch die Erfahrung, um einen Satzgewinn zu erzielen. Kellinghusen nutzte seine Chancen konsequent und sicherte sich einen verdienten Erfolg. Für Wangersen endete damit eine von personellen Sorgen geprägte Saison, in der das junge Team dennoch wertvolle Erfahrungen sammeln konnte.
 
 
 

1. Bundesliga Süd Männer

Pfungstadt mit weißer Weste, Calw und Stammheim treten ebenfalls die Reise nach Bardowick an

TSV Pfungstadt – TV Stammheim         5:0            
(11:8           11:5           11:6           11:9           11:9)           

Der TSV Pfungstadt hat zum Abschluss der Bundesliga-Südrunde eindrucksvoll seine Ambitionen für die kommenden Aufgaben untermauert. Auf heimischer Anlage präsentierte sich der Serienmeister äußerst souverän und ließ den Stuttgartern beim klaren 5:0-Erfolg kaum eine Chance. In nicht einmal 75 Minuten brachte der TSV die Partie über die Bühne und demonstrierte dabei einmal mehr seine enorme Qualität und Routine.

Von Beginn an kontrollierten die Gastgeber das Geschehen, agierten konzentriert und nutzten ihre Chancen konsequent. Pfungstadt ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Spielausgang aufkommen und entschied die Begegnung mit einer abgeklärten Leistung deutlich für sich. Der ungefährdete Sieg bestätigt die starke Form des TSV, der damit bestens gerüstet für die anstehenden Aufgaben erscheint.

Hinter dem Spitzenreiter beendet der TV Stammheim die Saison auf dem dritten Tabellenplatz der 1. Bundesliga Süd. Damit sicherten sich die Stuttgarter ebenfalls das Ticket für die Deutschen Meisterschaften in Bardowick. Über die gesamte Saison hinweg überzeugte Stammheim mit konstanten Leistungen und belohnte sich nun mit der Qualifikation für den nationalen Saisonhöhepunkt.

TSV Calw – TV Vaihingen/Enz      5:0            
(11:5           11:7           11:9           11:7           11:5)

Der TSV Calw hat seine starke Saison in der 1. Bundesliga Süd mit einem souveränen Heimerfolg abgeschlossen. Gegen den TV Vaihingen/Enz ließ die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Ausgang der Begegnung aufkommen und fügte den Gästen auch in dieser Höhe eine verdiente Niederlage zu.

Von Beginn an kontrollierte Calw das Spielgeschehen, agierte konzentriert und setzte den Gegner mit druckvollen Aktionen immer wieder unter Druck. Sowohl in der Defensive als auch im Angriff präsentierte sich der TSV äußerst stabil und ließ Vaihingen/Enz kaum Möglichkeiten, selbst Akzente zu setzen. Die Gastgeber bestimmten über die gesamte Spieldauer das Tempo und machten früh deutlich, dass sie den Platz als Sieger verlassen würden.

Mit dem überzeugenden Erfolg sicherte sich der TSV Calw den zweiten Platz in der Abschlusstabelle der Bundesliga Süd. Damit reist die Mannschaft mit viel Selbstvertrauen zu den Deutschen Meisterschaften nach Bardowick und zählt dort zu den aussichtsreichen Kandidaten im Kampf um die Medaillen.

TV Eibach 03 – TV SW-Oberndorf     0:5            
(7:11           8:11           4:11           4:11           9:11)                      

Der TV Oberndorf hat die Saison in der 1. Bundesliga Süd mit einem eindrucksvollen Ausrufezeichen abgeschlossen. Im letzten Spiel der Runde setzte sich der TVO auswärts beim TV Eibach souverän mit 5:0 durch und ließ dabei keinen Zweifel am verdienten Erfolg aufkommen.

Von Beginn an präsentierten sich die Oberndorfer konzentriert, spielfreudig und konsequent in den entscheidenden Situationen. Die Abwehr um Janne Habenstein, Robin Göttert und Robin Treuheit agierte äußerst stabil, entschärfte auch schwierige Situationen souverän und schuf damit die Grundlage für ein druckvolles Angriffsspiel. Oliver Bauer und Maximilian Lutz nutzten die Vorlagen konsequent und setzten die Eibacher Defensive immer wieder unter Druck.

Auch in den wenigen engeren Spielphasen behielt der TVO die Kontrolle. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, variantenreichem Angriffsspiel und einer aufmerksamen Defensive ließ Oberndorf dem Gastgeber kaum Entfaltungsmöglichkeiten und sicherte sich einen ungefährdeten Auswärtssieg zum Saisonabschluss.

Mit dem klaren Sieg beendet der TV Oberndorf die Saison versöhnlich und setzt zum Abschluss der Spielrunde noch einmal ein deutliches Zeichen.

TV 1880 Käfertal – NLV Stgt.Vaihingen              5:3            
(11:8           11:8           9:11           11:7           11:13         9:11           11:7           11:8)

Emotional ging es auf der Sportanlage in Mannheim-Käfertal zu. In seinem letzten Heimspiel der Saison in der 1. Bundesliga Süd empfing der TV Käfertal den NLV Stuttgart-Vaihingen. Vor zahlreichen Zuschauern entwickelte sich eine ansehnliche und abwechslungsreiche Partie, in der beide Mannschaften phasenweise ihre Qualitäten unter Beweis stellten.

Zunächst setzte der TVK die entscheidenden Akzente. Mit druckvollem Angriffsspiel und einer konzentrierten Mannschaftsleistung erspielten sich die Gastgeber eine 3:1-Satzführung und schienen bereits auf einem guten Weg zum Erfolg. Doch Stuttgart-Vaihingen zeigte Moral, fand zurück ins Spiel und glich mit zwei gewonnenen Sätzen zum 3:3 aus.

Im entscheidenden Abschnitt der Begegnung präsentierte sich Käfertal jedoch nochmals von seiner besten Seite, agierte überlegen und nutzte seine Chancen konsequent. Mit einer starken Leistung sicherten sich die Gastgeber den verdienten Sieg und fügten dem NLV Stuttgart-Vaihingen zum Saisonabschluss eine Niederlage zu.

Damit gelang dem TV Käfertal ein mehr als versöhnlicher Abschluss der Spielrunde. Vor heimischem Publikum verabschiedete sich die Mannschaft mit einer engagierten und kämpferisch überzeugenden Vorstellung aus der Saison und sorgte für einen gelungenen Schlusspunkt unter eine intensive Bundesligarunde.

Hier gehts zur Tabelle

 

Ausblick DM in Bardowick

Nach Beendigung der Ligarunden in den Bundesligen stehen auch alle Viertelfinalpartien der Männer bei der DM in Bardowick fest:
 
Der TV Stammheim trifft auf den amtierenden deutschen Meister aus Hagen, die Männer des TSV Calw bestreiten ihr Viertelfinale gegen den Nord-Dritten SV Moslesfehn.
Pfungstadt und der TV Brettorf sind als Staffelmeister bereits für das Halbfinale qualifiziert.
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